| Zeit
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Germanische Stämme |
Germanen
Die
Swebischen (elbgermanischen) Stammesgruppen Nordgermanen
Ostgermanen
Kelten
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Tacitus über Germanien |
Der römische Geschichtsschreiber
Cornelius Tacitus hat in seiner »De
origine et situ Germanorum« (kurz Germaniae) über
den Urpsrung der Germanen berichtet. Die Beschreibung beruht auf
Befragung
von Reisenden (Händlern etc.). Obwohl Tacitus selbst nie dort
war gilt sie als die beste Beschreibung der germanischen Vorväter
und muß als umfassend und gerecht betrachtet werden. Die
Heimat der Germanen war ein viel unwirtlicheres Land als das heutige
Deutschland,
weil es damals riesige Urwälder und undurchdringliche Sümpfe
gab. Das Klima war unangenehm, kalt, regnerisch mit langen Wintern. |
| 375 - 568 |
Völkerwanderung |
Die zweite (und eigentliche)
Völkerwanderung
wurde ausgelöst durch den Vorstoß der
Hunnen
nach Europa. In Europa brachen chaotische Zeiten an. Die Wanderung
der größtenteils germanischen Stämme aus ihren Ursprungsgebieten
nach Süd- und Westeuropa fand ihren Höhepunkt vom 4. bis
6. Jahrhundert. In den nun freien Raum in Mittel- und Osteuropa drängten
sich slawische
Völker. Die Wanderung der germanischen Stämme war mit entscheidend
für den Untergang des Weströmischen Reiches. Es erfolgte
die grundlegende Veränderung des antiken Europa in politischer,
sozialer und kultureller Hinsicht. Von den neu errichteten Staaten
konnten sich nur das Westgotenreich (Goten),
das Langobardische Reich, das Angelsächsische Reich und das Frankenreich
über einen längeren Zeitraum behaupten. |
| 375 |
Ermanarich |
Der legendärer König der Ostgoten
war wegen seiner kriegerischen Taten gefürchtet. Er regierte
über ein riesiges Reich. Aber die Hunnen hatten schon die Nachbarstämme
überfallen, beraubt und unterworfen. Sie sind ein türkisch-mongolisches
Steppenvolk. Durch Ausdehnung des chin. Reiches wurden sie nach
Westen gedrängt. Ermanarich wusste, auch seine Ostgoten würden
die Freiheit verlieren. Er wollte das weder erleben noch verantworten:
Angesichts der Schrecklichkeit der drohenden Gefahren und aus Furcht
vor den großen Entscheidungen setzte er seinem Leben ein Ende.
Er starb, weil er das Wüten der Hunnen nicht ertragen konnte.
Sein Tod jedoch gab ihnen die Macht über sein Volk. Die Hunnen
vernichten das Ostgotenreich in den russ. Ebenen. Anders als die
Ostgoten, wollten sich die Westgoten den Hunnen nicht unterwerfen.
Im Jahre 376 nach Christus kamen die Westgoten über die Donau.
Es ist der Beginn der großen Völkerwanderung.
Die Westgoten finden teilweise Aufnahme im römischen Reichsboden
südlich der Donau als Förderaten. Dies ist ein Muster
für Gründung germanischer Herrschaften auf weströmischem
Boden. Das Hunnenreich lag zwischen Kaukasus und unterer Donau.
Einfälle in Kleinasien und Syrien. Ende des 4. Jh. Ausdehnung
nach Westen. |
| 378 |
Theodosius |
Sieg der Goten bei Adrianopel über Kaiser
Valens. Gotenfreundliche Politik durch Nachfolger Theodosius. Endgültiger
Friede mit den Goten (382) |
| 395 |
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Teilung des Römischen Reiches in Ostrom (Arcadius) und Westrom
(Honorius). Ende der germanenfreundlichen Politik im Osten. |
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400-500 |
Europäische
Geschichte in Daten |
| 395 - 418 |
Alarich |
König der Westgoten,
erobert den Balkan und Griechenland. Nach 401 Abwendung vom Westreich.
Einnahme und Plünderung Roms. Alarich stirbt, beigesetzt im Busento
bei Cosenza. |
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Walja |
Gründung Westgotenreich in Südgallien und
Spanien unter König Walja. Hauptstadt Tolosa (heute Toulouse). |
| 466 - 484 |
Eurich |
Das Westgotenreich wird unter Eurich selbständig.
Codex Euricianus, älteste Kodifikation eines germanischen Stammesrechtes.
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| 406 - 429 |
Geiserich |
Einbruch germanischer Stämme (Vandalen, Sueben,
Silingen) durch Gallien und Spanien. Erzwingung der Aufnahme als Föderaten.
Herrschaft der Vandalen und Sueben in Spanien. Übergang der
Vandalen von Spanien nach Afrika infolge des westgotischen Drucks.
Begründung einer von Rom unabhängigen Herrschaft unter Geiserich
über Nordafrika (Khartago) und zeitweise über Sizilien.
Flotte als Machtbasis. |
| 436 |
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Herrschaft der Burgunder am Main und mittleren Rhein.
Herrschaft in Worms. Von dem röm. Feldherrn Aetius im Bund mit
den Hunnen aufgerieben. Ausbreitung der salischen Franken in Nordgallien.
Abberufung der römischen Legionen aus Britannien zum Schutz Galliens.
Verfall der römischen Herrschaft in Britannien. Einfälle
der Pikten, Skoten und Sachsen. Entstehung des Alamanenreiches am
Oberrhein |
| 449 - 500 |
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Beginn der Eroberung Britanniens durch Angeln, Sachsen
und Jüten. Kent, Sussex und Teile der Südküste bis
500 besiedelt. |
| 451 |
Attila (434-453) |
Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Attila zum
Rückzug gezwungen. Erfolgloser Einbruch nach Italien. Zerstörung
Aquilejas, Entstehung Venedigs. |
| 455 |
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Das Westreich (Westrom)
erlebt einen raschen Zerfall. Absetzung des mächtigen Feldherrn
Aetius durch Kaiser Valentinian III. Plünderung Roms durch die
Vandalen.
Abdankung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus.
Auflösung des Westreiches (476). Preisgabe an die germanischen
Völker trotz Fortbestehens römischer Einrichtungen. |
| 474 |
Zeno, Odoaker |
Das Ostreich (Ostrom)
erlebt den endgültigen Sieg der germanenfeindlichen Richtung
durch Zeno, der die Germanen dazu benutzt, den Eroberer des Westreichs,
Odoaker, zu beseitigen. |
| 476 |
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Odoaker wird Herrscher von Italien durch die germanischen
Truppen. |
| 489 |
Theoderich d.Gr. |
Begründet nach Sieg über Odoaker das Ostgotenreich
in Italien (493-553)mit der Hauptstadt Ravenna. Vergeblicher Versuch
der Aussöhnung germanischer und römischer Interessen, Spaltung
der Nationen durch arianisches Bekenntnis der Ostgoten verschärft.
Bund der germanischen Staaten des Mittelmeerraumes gegen Ostrom, der
durch die energische Expansionspolitik des Franken Chlodwig erschüttert
wird. |
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500-600 |
Europäische
Geschichte in Daten |
| ~ 500 |
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Der keltische König Artus
kämpft gegen die Sachsen. Um ihn und seine Tafelrunde entsteht später
ein Sagenkreis, der den König als Vorbild für Rittertum
und Hof darstellt. |
| 507 |
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Niederlage der Westgoten durch die Franken. Fortbestand
des Westgotenreichs bis zur Eroberung durch die Araber (711). |
| 526 |
Justinian I. |
Tod Theoderichs d. Gr. und rascher Verfall des Ostgotenreiches.
Kaiser Justinian I. versucht, das Westreich von den germanischen Eroberern
zu befreien. |
| 534 |
Belisar, Narses |
Ende des schwachen Vandalenreichs durch Belisar, der
den Krieg gegen die Ostgoten eröffnet. Erst sein Nachfolger Narses
kann den Krieg 553 beenden. |
| 568 |
Alboin |
Eindringen der Langobarden nach Oberitalien unter Alboin.
Begründung eines Staates mit der Hauptstadt Pavia. Langobardishe
Siedlung dehnt sich über die Nordtoskana, Umbnrien bis Spoleto
und Benevent aus. Einigung durch Königtum (584) und Beseitigung
der römischen Verwaltung. Langobardisches Volksrecht; Übergang
zur katholischen Lehre im 7. Jh. Zusammenbruch der oströmischen
Herrschaft im Westen. Reste: Exarchate von Ravenna und Karthago, Dukate
von Rom und Neapel, in Süditalien und Sizilien. Geschickte Politik
des aufsteigenden Papsttums. |
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Frankenreich |
Merowingerzeit
482-751, Die Merowinger sind die ersten
Könige des Frankenreiches.
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| 457 - 481 |
Childerich I. |
König im fränkischen Kleinreich von Tournai
und darüber hinaus mit der Verwaltung der Provinz Belgica II
betraut. 463 kämpfte er siegreich gegen die Westgoten bei Orleans.
Ein erneuter Angriff der Westgoten unter König Eurich auf Orleans
konnte von römischen und fränkischen Truppen zurückgeschlagen
werden. Die von sächsischen Seekriegern gefährdete Stadt
Angers wird befreit. Childerichs Franken eroberten noch weitere sächsische
Stützpunkte auf den Loireinseln. Vater von Chlodwig. |
482-
511
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Chlodwig |
Der Merowinger Chlodwig
zerstört die Reste der römischen Herrschaft in Nordgallien
durch seinen Sieg übr Syagrius bei Soissons. |
| 496 |
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Befestigung seiner Stellung an Mittel- und Oberrhein
durch den Sieg über die Alamannen.
Der Übertritt zum katholischen Christentum ist von weltgeschichtlicher
Bedeutung. Durch den Bund mit der Kirche wird die Christianisierung
der besiegten Völker vorangetrieben. Es entsteht der Arianismus
der Ostgermanen, der jedoch keine Zukunft hat. Der Austritt aus dem
politischen System Theoderichs erfolgt. Dies hat große Wirkung
auf die romanische Bevölkerung der arianischen Germanenstaaten. |
| 507 |
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Sieg über das von Theoderich gestützte Westgotenreich.
Chlodwig ist Herr in fast ganz Gallien. Er beseitigt alle salischen
und ripuarischen Mitkönige. Das Gesamtfränkische Reich von
aquitanien bis zum Rhein-Maingebiet entsteht. |
| 511 |
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Nach dem Tod Chlodwigs erfolgt
die Reichsteilung unter seine vier Söhne. Ein einendes Band ist
die gemeinsame Außenpolitik und Kirche. |
| 531 - 534 |
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Einverleibung des thüringischen und burgundischen
Reiches in die fränkische Gesamtmonarchie infolge der Auflösung
der ostgotischen Macht. |
| 535 -537 |
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Alamannien wird endgültig Teil des Frankenreichs.
Die Alamannen nehmen an einem Feldzug der Franken in Italien gegen
die Ostgoten teil (553). |
| 534 - 548 |
Theudebert I. |
Die Ausweitung der Monarchie erfolgt bis zur
mittleren Donau. Bayern wird dem Frankenreich angegliedert. Die Eroberung
von Oberitalien mißlingt. Es entsteht der Anspruch auf imperiale
Stellung im Wettbewerb mit dem Oströmischen Reich. Das Frankenreich
ist nun führende westliche Großmacht, die neben dem Fortleben
der römischen Institutionen die germanische Königsherrschaft
durch Siedlung bis zur Loire das fränkische Element auch jenseits
der sich später herausbildenden Sprachgrenze stärkt. |
| 511 - 561 |
Chlothar I. |
Letzte Vereinigung des gesamtfränkischen
Reiches. Der Zerfall der Zentralgewalt in 4, später 3 Reichsteile
erfolgt unter dem Regiment seiner Söhne und Enkel: Austrasien,
Hauptstadt Metz und Reims, Neustien (Soissons und Paris), Burgund
(Orléans). Aquitanien (wird später wieder selbständig).
Er stirbt 561. |
| 561 - 584 |
Chilperich I. |
Nach dem Tod des Gesamtkönigs Chlothar
I. bemächtigte sich sein jüngster Sohn Chilperich I. des
königlichen Schatzes, worauf seine drei Brüder eingreifen..
Er erhält das Teilreich von Soissons und wird Frankenkönig
von Neustrien. Durch die Besetzung von Tours und Poitiers versucht
er eine Verbindung zwischen seinem Kernland und den Enklaven zu
gewinnen. Im ausbrechenden Bruderkrieg kämfte Chilperich I.
im Bündnis mit Gunthram von Orleans gegen Sigibert I. von Reims
zunächst erfolgreich, wird dann aber immer mehr in die Defensive
gedrängt. Der Konflikt mit Sigibert hatte auch einen familiären
Grund. Sigibert hatte ca. 566 Brunichild, die Tochter des Westgoten-Königs
Athanagild geheiratet; ca. 567 ehelichte Chilperich I. deren Schwester
Galswinth, ließ sie aber bereits wenig später ermorden
und heiratete seine frühere Geliebte Fredegunde.
Die Ermordung Sigiberts 575 brachte die die große Wende. Chilperich
häufte nun Erfolg auf Erfolg; bald hatte er den gesamten Anteil
Sigiberts aus dem Charibert-Erbe besetzt. Nach einer Palastrevolution
581 gegen Brunichild in Austrien kam es zu einer Verständigung
mit den Austriern gegen Gunthram. Chilperich I. nahm auch noch Gunthrams
Anteil aus dem Charibert-Erbe in Besitz und residierte sogar in
dem neutralisierten Paris. Gefahr drohte ihm 583 noch einmal durch
einen neuerlichen Umschwung im Ostreich. Darauf schließt er
ein Bündnis mit dem westgotischen König Leovigild (Verlobung
seiner Tochter Rigunth mit Leovigilds Sohn Rekkared). Im Herbst
584 wurde Chilperich I., der "aktivste und wendigste unter
den Söhnen Chlothars I." ermordet. |
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600-700 |
Europäische
Geschichte in Daten |
| 613 - 629 |
Chlothar II. |
Sohn von Chilperich I. Clothar wurde König
aller fränkischen Reiche. Mit der Herrschaft vererbte ihm sein
Vater die Blutrache gegen Brunichild, die er zu vollendeten hatte.
Er führte mehrere Kriege gegen Brunichild, bis sie 613 in Orbe
gefangen genommen und vom burgundischen Adel an ihn ausgeliefert wurde.
Dieser Krieg ist in die Geschichte eingegangen als "Kampf der
Königinnen Brunhild-Fredegunde". Er bildete vermutlich die
Grundlage für das Nibelungenlied.
Eine Revolte der Adligen des pagus ultrajoranus ließ er niederschlagen.
Als 626 der Hausmeier Warnachar starb, regierte Chlothar II. dessen
Gebiet (Frankoburgund) direkt. Unter seiner Herrschaft und auf seine
Veranlassung dürften die Alemannen ihre erste Rechtsordnung,
den Pactus Alamannorum, erhalten haben.
Chlothar II. erließ ein Edikt, welches das Herrscherrecht beschränkt
und den Adel stärkt. Daraus folgt der Aufstieg der Aristokratie
unter Führung des austrasischen Adels, womit der auf dem Besitz
von Land und der Bindung persönlicher Treuepflicht ruhende Feudalismus
sich durchsetzt. Schwergewichtsverlagerung von Gallien in die Gebiete
von Maas, Mosel und Rhein (Austrasien). Die Gegensätze zwischen
Austrasien und Neustrien sowie Burgund bestimmen die weitere Geschichte. |
| 662 - 675 |
Childerich |
Frankenkönig im Ostreich. |
| 680 |
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Anerkennung des langobardischen Besitzes
durch Ostrom. Kaiserlich bleiben nur Rom, die Landschaften um Bologna
und Ravenna (bis 751), die Mark Ancona und die unteritalienischen
Küstenstädte. Das langobardische Königreich ist somit
sehr zersplittert: das Kerngebiet mit Pavia als Hauptstadt wird
durch byzantinischen Besitz von den Herzogtümern Spoleto und
Benevent, deren fast unabhängige Stellung Liutprand (712-744)
beseitigt, getrennt. Sein Druck auf Rom führt in der Zeit der
Schwäche Ostroms zum Bund des Papstes mit dem Frankenreich. |
| 687 |
Pippin II. d. Mittlere (bis 714) |
Zunächst Hausmeier
von Austrasien, er kommt aus dem Hause der Karolinger.
Er wird Majordomus des ganzen Reiches durch den Sieg über Ebroin
von Neustrien-Burgund. |
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700-800 |
Europäische
Geschichte in Daten |
| 714 - 741 |
Karl Martell (der Hammer) |
Sohn von Pippin II. Er setzt 721 den Hausmeier
Theuderich IV., den noch nicht mündigen Sohn Dagoberts III.
als König ein. Von diesem „Schattenkönig“
sind keinerlei Aktivitäten bekannt. Der faktischer Herrscher
ist Karl Martell, er siegt 732 über die Sarazenen zwischen
Tours und Poiters. Damit sicherte er das Frankenreich vor der islamischen
Eroberung. Zur weiteren Festigung des Reiches fördert er die
Missionstätigkeit der irischen und angelsächsischen Mönche
(u.a. Bonifazius). Er unterwirt erneut die Alamannen, Thüringen
und Bayern. Nach dem Tod des Merowingerkönigs Theuderich IV.
(737) ließ Karl Martell den Thron unbesetzt. Er wird Alleinherrscher,
jedoch ohne Königstitel.
741 erfolgt die Aufteilung der Herrschaft unter seine Söhne
Karlmann (Osten) und Pippin (Westen). Pippin wird ab 747 der Alleinherrscher.
Viele seiner Initiativen werden später seinem Enkel Karl dem
Großen zugeschrieben. |
| 714 - 754 |
Karlmann |
Fränkischer Hausmeier, geboren vor 714
als ältester Sohn Karl Martells, gestorben am 17.8.754 in Vienne.
Karlmann wurde in einem Kloster erzogen. Durch die Reichsteilung von
741 seines Vaters Karl Martell fiel ihm das Hausmeieramt über
Austrasien, Alemannien und Thüringen zu. Er regierte in politischer
Übereinstimmung mit seinem Bruder Pippin, der im Westen des Frankenreiches
amtierte |
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751 - 768 |
Beginn des karolingischen
Königtums |
| 751 |
Pippin III. d. Jüngere (bis 768) |
Der karolingische Hausmeier Pippin der Jüngere
schickt den letzten merowingischen König Childerich III. ins
Kloster und macht sich mit Zustimmung des Papstes zum König
der Franken. Damit beendet er die Herrschaft der Merowinger. Der
Aufstieg der Karolinger wird eingeleitet. 751 Wahl zum König
in Soissons. Gegen die langobardische Expansionspolitik unterstützt
er Papst Stephan II. auf zwei Feldzügen (754/756), deren Ergebnis
ist die 'Pippinsche Schenkung (promissio pippini -
Versprechen Pippins). |
| 756 |
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Die Pippinsche Schenkung ist ein Versprechen
(kein Geschenk), das er dem Papst gab und diesem versprach,
die eroberten und noch zu erobernden byzantinischen Gebiete (Exarchat
von Ravenna, Pentapolis) und den Dukat von Rom dem Papst zu übertragen.
Er erhält den Titel Pippin Patricius Romanorum: Es erfolgt eine
schicksalhafte bestimmende Verbindung des Frankenreiches mit dem Papsttum
und Italien. Reichsteilung vor seinem Tod unter den Söhnen Karl
und Karlmann. |
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| Zur
Zeittafel 2: Mittelalter
Ostrom und Sassanidenreich, Mohammed und Islam, Kirche und Mission |