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Geschichte des Römischen Reiches 1 
753 vuZ - 183 uZ
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Zeit                    

Durch den Aufstieg des Stadtstaates Rom erlebt die abendländische Geschichte nach dem griechischen einen zweiten Höhepunkt. Rom regiert in den Zeiten seiner grössten Macht vom Atlantik bis in den Orient, von der Nordsee bis nach Ägypten. Kaiser Augustus kann ein 200 Jahre währendes Reich des friedvollen Miteinanders der vielen Völker errichten.Römisches Recht ist vorbildlich und beeinflusst die Rechtssysteme aller Völker des Reiches. Latein wird die Sprache der gebildeten Welt. Unter den Soldatenkaisern sinkt der Stern der römisch-heidnischen Staatsreligion. Rom wird zur Zelle, von der aus sich das Christentum über den bekannten Erdkreis verbreitet. MIt der Verlegung der Regierungszentrale nach Byzanz durch Kaiser Constantin den Grossen und der germanischen Völkerwanderung beginnt die Geschichte des byzanthinischen Reiches, das ein Jahrtausend lang besteht (bis 1453).

    Die römische Geschichte ist von der Gründung Roms bis etwa 500 vuZ von einem Dickicht von Sagen überwuchert. Herrscher und Ereignisse tragen idealisierte, erzieherische Züge: Nachträgliche Verklärung oder Abschreckung.
  Zeitalter der Könige Angebliche Herrscherfolge der ersten Jahrhunderte
753 vuZ -
510 vuZ
Romulus Sagenhaftes Datum der Gründung Roms von Alba Longa aus durch die Latiner.
Angeblicher Gründer und erster König: Romulus, Sohn des Kriegsgottes Mars und der Rhea Silvia, Abkömmling des Trojanerhelden Aeneas.
Romulus erschlägt nach der Sage Remus. Er verschafft seinen Siedlern Frauen durch Raub der Sabinerinnen.
Numa Pompilius ordnet den Gottesdienst mit den Priesterkollegien der Pontifices, Auguren, Salier, Vestalinnen
  Tullius Hostilius zerstört Alba Longa nach dem Sieg der 3 Horatier
  Ancus Marcius gründet die Hafenstadt Ostia
Tarquinius Priscus erbaut den Circus Maximus und die Kloaken
Servius Tullius erbaut die Ringmauer um die Stadt, führt die Centuriatsverfassung mit militärischer Einteilung der Bürger in 5 Vermögensklassen und 193 Hundertschaften oder Centurien ein
  Tarquinius Superbus Despot, Erwerb der Weissagungssammlung der Sybillinischen Bücher
  Rom wird Republik Aufstieg der Republik
um 510 vuZ   Vertreibung des etruskischen Königshauses der Tarquinier. Angeblicher Führer des Aufstandes: L. Iunius Brutus.
Krieg des Etruskerkönigs Porsenna in dem Rom unterliegt. Durch das Scheitern der Söhne des Porsenna gegen Latiner und Griechen bei Cumae erhält Rom seine Freiheit wieder.
Weihung des Jupitertempels auf der Burg (Kapitol).
509 vuZ   erster Handelsvertrag mit Karthago
um 494-287 vuZ   Ständekämpfe um die Hereinnahme der Plebejer in den bisher vom Geburtsadel der Patrizier getragenen Staat. Angeblich erste Sezession des Plebs, der eine Bürgerversammlung und Tributkomitien erreicht. Ihre Vorsteher (Volkstribunen) erhalten Vetorecht gegen Senatsbeschlüsse und sind während der Amtsdauer unverletzlich (sakrosankt).
um 493 vuZ   Büdnis Roms mit den Latinerstädten auf Basis der Gleichberechtigung (foedus aequum)
477   Katastrophale Niederlage der römischen Fabier gegen die etruskisch Stadt Veiji
451   Aufzeichnung des Rechts der "Zwölf Tafeln" durch die Zehnmänner (decemvirn). Innere Unruhen in Rom.
um 445   Rechtliche Sanktionierung der Ehen von Plebejern mit adligen Patriziern. (Lex Canuleia)
um 443   Einsetzung von 2 Censoren mirt den Aufgaben: Vermögensschätzung (census) der Bürger, Erfassung für den Wehrdienst, Aufsicht über Senat und Sitten, Überwachung öffentlicher Bauten.
um 396   Eroberung der Etruskerstadt Veiji durch M. Furius Camillus. Niedergang der Etrusker.
    Eroberung Italiens durch Rom
387   Einbruch der Gallier in Oberitalien (Vorstoß bis Rom). Niederlage Roms an der Allia. Die Gallier verbrennen Rom bis auf das Kapitol (Sage von den kapitolinischen Gänsen)
367   Durch Gesetze der Tribunen C. Licinius Stolo und L.Sextius Lateranus kann das Jahramt des Konsulats (höchstes römisches Amt) auch von Plebejern besetzt werden (bis ca 300 vuZ).
Anstelle des Patrizischen Geburtsadels bildet sich der Amtsadel aus. Zum Zeichen der Amtsgewalt werden die beiden Konsuln von Liktoren (Henkern) mit Rutenbündeln und Beilen begleitet. Die Konsuln berufen den Senat in die Curia ein.Er besteht überwiegend aus ehemaligen höheren Beamten und entwickelt sich zur leitenden politischen Körperschaft.
um 367   Bau der Servianischen Mauer
seit 350   Aufstieg Roms in Kämpfen mit Latinern und Samniten.
340 - 338   Unterwerfung der Latiner; die Einzelstädte schliessen Verträge mit Rom ab. Anschluss Capuas und Kampaniens. Friede mit den Galliern.
326 - 304   2. Samnitenkrieg. Kampf um die von Griechen gegründete Stadt Neapel.
321   Niederlage gegen die Samniten in den Caudinischen Engen und bei Lautulae.
    Abwehr der Cherusker. Büdnispolitik zur Einkreisung der Samniten.
Übernahme samnitischer Militärtechniken: Aufgelöste Fechtweise und Wurfspeer (piculum).
Schwert bleibt Hauptwaffe.
298   3. Samnitenkrieg
295   Entscheidungsschlacht bei Sentinum: Die letzte Samnitenarmee unterliegt Rom unter Konsul P.Decius Mus.
291   Gründung der Kolonie Venusia in Samnium.
290   Der Konsul M.Curius Dentatus vollendet die Unterwerfung der Samniten.
289   Adria (Hadria) am Adriatischen Meer wird römische Kolonie
287   Ende der Ständekämpfe. Nach Sezession des Plebs erhalten die Plebiszite Gesetzeskraft. (Lex Hortensia)
285   Sena Gallica als Stützpunkt gegen gallische Einfälle gegründet. Unterwerfung der Etrusker.
282 - 272   Krieg Roms gegen Tarent. König Pyrrhos von Epirus siegt für dei Tarentiner bei Heraklea und Ausculum. Seine Verhandlungen scheitern jedoch an der Unnachgiebigkeit des Konsuls App. Claudius (späterer Erbauer der Via Appia von Rom nach Capua)
279   Karthago tritt auf Roms Seite und lenkt Pyrrhos nach Sizilien ab. Pyrrhos gerät in Konflikt mit seinen griechischen Verbündeten.
275   Pyrrhos Angriff auf das Heer des M. Curius Dentatus scheitert.Er kehrt nach Griechenland zurück.
272   Pyrrhos fällt im Strassenkampf in Argos.
Tarent ergibt sich den Römern.Die Apeninnenhalbinsel erhält den Namen Italien.
Freundschaft Roms mit Ägypten (Ptolomäer)
    Errichtung der römischen Weltherrschaft: Zeit der punischen Kriege
    Italien ist gezwungen lange Küsten zuverteidigen. Dies führt zu den drei punischen Kriegen gegen Karthago, die mit der Zerstörung Karthagos enden. Rom wird in die hellenischen Kriege hineingezogen. und übernimmt mit der Zeit die Macht im griechischen Weltreich (bis Persien). Die ständigen Kriege, die damit verbundene Entwurzelung der Bauern und der notwendige Umbau der republikanischen Gemeindeverfassung führen zu grossen inneren Unruhen. Pompeius Neuordnung des Ostens, Caesars Eroberung Galliens und die Einnahme Ägyptens durch Octavian führen zu einer Stärkung des "persönlichen Regiments" gegenüber der Senatsoligarchie. Das Imperium Romanum der Kaiserzeit Roms prägt neue, stabilere Ordnungen und tritt das Erbe der griechischen Klassik und Humanität an.
264-201   Hilferuf der Mamertiner gegen König Hieron II. von Syrakus.
264-241   Ausbruch des 1. punischen Krieges gegen Karthago.. Übertritt Hierons zu Rom.
    Bau einer römischen Flotte von Fünfruderen (Penteren) mit Enterbrücken.
260   Seesieg des C. Duilius an der Nordküste Siziliens und am Vorgebirge Eknomos. Landung des Konsuls M.Attilius Regulus in Nordafrike.
255   Sieg der Karthager bei Tunes unter Mithilfe des spartanischen Södnerführers Xanthippos. Scheitern der röischen Mission in Nordafrike., Konzentzration des Krieges auf Sizilien.
251   Sieg der Römer bei Panormus (Palermo).
249   Seesieg der Karthager bei Drepana. Hamilkar Barkas behauptet sich in Westsizilien gegen die Römer.
241   Seesieg der Römer (C.Lutatius Catulus) bei den Ägäischen Inseln. Friedensschluss. Sizilien wird römische Provinz. Aufstand karthagischer Söldner in Nordafrika.
238   Rom annektiert das bisher karthagische Sardinien; damit ist das thyrennische Meer unter römischer Kontrolle. Ende der Seemacht Karthagos.
236   Hamilkar schafft für Karthago Ersatz für die Verluste :Spanien.
227   Der Karthager Hasdrubal gründet Neu-Karthago (Cartagena) in Spanien.
228   Die Römer besetzen die albanische Küste.
225-222   Unterwerfung des des Po-Gebietes (Gallia cisalpina).
221   Nach Ermordung Hasdrubals wird Hamilkars Sohn Hannibal Führer der Armee in Spanien.
219   Er erobert die mit Rom verbündete Stadt Sagunt (bei Valencia). Dadurch Rachekrieg der Römer: 2. Punischer Krieg. (218-201)
218   Zug Hannibals über Pyrinäen und Alpen. Sieg am Ticinus über P.Cornelius Scipio. Anschluss der oberitalienischen Gallier an Hannibal.
217   Vernichtung des C. Flaminius in der Schlacht am trasimenischen See. Q.Fabius Maximus Cunctator (der Zauderer) wird zum Diktator berufen. An Rom vorbei zieht Hannibal nach Kampanien und Apulien.
216   Sieg Hannibals bei Cannae über C.Terrentius Varro und L.Aemilias Paullus. Abfall Unterintaliens von Rom. Hannibal macht Winterquartier in Capua, Rom weist seine Verhandlungsangebote ab. Syrakus (unter Hieronymus) und Makedonien (unter Philipp V.) verbünden sich mit Karthago. Rom findet Hilfe gegen Philipp bei den Ätolern
(1. Makedonischer Krieg). Durch Verlegung des Kriegsschwergewichts durch Rom nach Sizilien und Spanien wird Hannibal von Karthago isoliert, dessen Hilfe an der römischen Seemacht scheitert.
212   Eroberung von Syracus (Tod des Mathematikers Archimedes) durch M. Claudius Marcellus. Die Römer belagern Capua.
211   Untergang der beiden Brüder Scipio in Spanien. Hannibal erscheint vergeblich vor Rom um das römische Heer von Capua abzuziehen. Fall und Bestrafung Capuas durch Rom
210   P. Cornelius Scipio erhält den römischen Oberbefehl in Spanien und überfällt Neu-Karthago.
207   Hannibals Bruder Hasdrubal fällt am Fluss Metaurus bei Sena Gallica. Hannibal beschränkt sich auf Unteritalien.
204   Landung Scipios in Afrika. Bündniss der Römer mit König Massinissa von Numidien. Rückberufung Hannibals aus Italien.
202   Scipio siegt über Hannibal bei Zama.
201   Friedenschluss. Karthago tritt Spanien an Rom ab, lässt Numidien frei, zahlt hohe Kriegsentschädigungen an Rom.und verliert das Recht eigener Aussenpolitik.
Triumphzug Scipios in Rom. Er erhält den Beinamen Africanus maior. Hannibal tritt an die Spitze Karthagos (Er flüchtet später nach Syrien und Bythinien).
183   Hannibal vergiftet sich im Todesjahr seines Besiegers Scipio Africanus. Die Politik Roms wird fortan durch die Furcht vor einer erneuten hannibalischen Bedrohung beeinflusst.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

 

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