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Herrscherliste Geschichte
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Beginn und Ende des
Alten und Neuen Reiches und der Zwischenzeiten variieren von Quelle
zu Quelle. Die Zeit ist in Dynastien eingeteilt. Die Einteilung der
ägyptischen Könige erfolgte in 30 „Dynastien“.
Diese können nicht immer exakt bestimmt werden, weil während
einer Dynastie der Thron jeweils von Mitgliedern der gleichen Familie
besetzt wird. Bis heute gibt es keine vollständige Liste aller
Könige /Pharaonen. Daher ist es auch schwierig die verschiedenen
Pharaonen der richtigen Dynastie zuzuordnen. Hinzu kommt noch, daß
die Pharaonen mehrere Namen hatten. |
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An der Spitze des
Landes steht der König /Pharao = das größte Haus mit
seinen nächsten Angehörigen. Die Stelle des Wesirs (Minister)
wird zunächst nur mit Prinzen besetzt. Der Wesir ist gleichzeitig
die Instanz für die oberste Rechtsprechung. Die Verwaltung des
Staates erfolgt durch die Leiter der königlichen Domänen,
in denen die Abgaben des Volkes für Korn und Vieh gesammelt werden.
Die Geldwirtschaft existiert noch nicht. Einen eigenen Priesterstand
gibt es zu dieser Zeit noch nicht. Die Sklaverei ist geschichtlich
nicht belegt. Die riesigen Bauleistungen, wie auch Expeditionen und
Kriegszüge, waren möglich, weil ein großer Teil des
Volkes für solche Tätigkeiten dienstverpflichtet wurde.
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| ~ 2655- 2160 vuZ |
Altes Reich
( 3.-6.Dynastie)
Pyramidenzeit |
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| ~ 2655- 2590 vuZ |
3. Dynastie |
Nebka (Sanakhte, Sanacht) Nebka
und Djoser
begründen die 3. Dynastie, das ist der Beginn des Alten
Reiches. Djoser war der bekannteste König seiner Dynastie.
Die Herkunft des Djoser ist jedoch nicht gesichert. |
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König
Djoser und Imhotep, sein Bauleiter gestalten erstmals das Königsgrab
als Pyramide
(bekannt als die Stufenpyramide von Sakkara). Die Bauweise geht damit
zum monumentalen Steinbau über. Imhotep ist schon im ganzen Land
als Arzt berühmt und wird zu Lebzeiten bereits als Gott der Gesundheit
und der Gelehrsamkeit verehrt.Die Nachfolger des Djoser errichten
weitere, unfertige Stufenpyramiden. In den Pyramiden spiegelt sich
der streng zentralistische und hierarchisch gestufte Aufbau des Staates. |
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Die
Hauptstadt wird nach Memphis verlegt. Gleichzeit entstehen die erste
lebensgroße Steinplastik (Djoser-Statue) und die ersten längeren
Inschriften, die sogenannten Beamten-Biographien. Imhotep wird die
älteste, nicht erhaltene Weisheitslehre zugeschrieben. |
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Auf dem Sinai und in Unternubien werden jetzt regelmäßig
Gold, Kupfer, Türkis und andere wertvolle Steine abgebaut. |
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Sechemchet
Chaba
Huni |
| ~ 2590- 2450 vuZ |
4.
Dynastie |
Sie verändern die Form der Stufenpyramide. Die „echten“
Pyramiden entstehen. Snofru errichtet die beiden Steinpyramiden von
Dahschur. |
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Snofru (Senofru,
Soris), Vater des Cheops. Er ließ die Rote
Pyramide und die Knickpyramide
erbauen. |
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Cheops (Chufu,
Suphis). Erbauer der Cheops-Pyramide
von Gisa. Mit 147 m Höhe und ca. 2,6 Mio m³ Mauerwerk wird
sie zum größten Bauwerk des Altertums. |
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Djedefre (Ratoises) |
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Chephren (Chafre, Suphis
II.). Er errichtet neben dem Zugang zu seiner Pyramide
den monumentalen Sphinx von Gisa |
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Menkaure
(Mykerinos, Mencheres), Erbauer der Menkaure-Pyramide
in Gisa. Zu den Pyramidenanlagen gehören ein Tal- und ein Totentempel
für den Kult, ferner Totenschiffe und Nebenpyramiden für
Königinnen. Um sie herum befinden sich die Gräber von
hohen Beamten in Form der Mastaba „Steinbank“. |
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Schepseskaf (Sebercheres) |
| ~ 2450- 2300 vuZ |
5. Dynastie |
Der
Sonnengott Re
(Ra) tritt allmählich in den Vordergrund. Der König bekommt
den zusätzlichen Titel "Sohn des Re". In der Regel
wird als Thronname eine Aussage über diesen Gott gemacht. An
den Gott Anubis richten sich vor allen Dingen Totengebete. Er ist
für die Einbalsamierung der Toten zuständig. Die Technik
der Mumifizierung wird vervollkommnet. Die strenge Ausrichtung der
Pyramiden und der Eingänge nach Norden weist auf die Vorstellung
eines Jenseits am Himmel, unter den "niemals untergehenden"
Sternen in der Nähe des Himmelspols. |
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Die 5. Dynastie baut
bescheidenere Pyramiden, daneben aber zu Ehren des Re große
Sonnenheiligtümer mit einem aufgemauerten Obelisk. Die Kulträume
der königlichen Gräber, wie auch diejenigen der Beamtengräber
(z.B. Ti, Ptahhotep) werden mit bemalten Reliefs sowie Szenen aus
Landwirtschaft, Jagd und Handwerk ausgestattet. |
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Hervortreten
des Osiris,
der zum Herrscher eines unterweltlichen Totenreiches wird. Mit ihm
verbunden ist die Idee eines jenseitigen Gerichts über alle Toten.
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Die erste gesicherte
Fahrt über das Rote Meer erfolgte nach Punt. Beziehungen sind
bis Kleinasien und Ägäis belegt. |
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Userkaf (Usercheres)
Die Sonnenreligion (Re von Heliopolis) wird Staatsreligion; es erfolgte
der Bau des Sonnentempels in Abusir. Von jetzt an ist der Titel des
Königs »Sohn des Re«. |
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Sahure (Sahure, Sephres)
Neferikare (Nephercheres)
Schepseskare (Sisires)
Neferefre (Cheres)
Niuserre (Rathures)
Menkaure (Menkawhor, Mencheres)
Djedkare (Tancheres)
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Unas (Onnos)
Seit König Unas werden die Innenräume der Pyramiden beschriftet.
Die Pyramidentexte gelten als ältestes Corpus religiöser
Sprüche. Sie beschreiben den Aufstieg des Königs zu den
Göttern und seinen Schutz gegen Gefahren und Entbehrungen im
Jenseits. Es handelt sich um die ältesten erhaltene Weisheitslehren
(vor allem Ptahhotep)
mit pragmatischen Anweisungen für das Verhalten in bestimmten
Lebenssituationen. Die Lehren des Wesirs Ptahhotep gehören zu
den intellektuellen Meisterleistungen des Alten Ägypten. Bis
heute haben sie nicht ihre Gültigkeit verloren, auch wenn heute
eine modernere Analogie gefunden werden muß.
Der Bau der Mastaba in Sakkara erfolgt um 2400. |
~ 2300-
2170 vuZ |
6. Dynastie |
Jetzt endet die
Blütezeit des Alten Reiches. Es gibt zunehmende politische und
soziale Unruhen sowie Kämpfe in Nubien, Palästina und im
Sinai. Im Inneren erstarken die lokalen Machthaber (Gaufürsten).
Es folgt eine rege Bautätigkeit außerhalb der Residenz.
Die wachsenden Aufgaben der Verwaltung übersteigen die Möglichkeiten
des bisherigen patriarchalischen Systems. Steuerbefreiungen bürden
dem königlichen Schatzhaus große Probleme auf. Die wirtschaftlichen
Probleme werden durch eine neue Trockenperiode verstärkt. |
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Ägypten
erlebt In der Religion das Geschehen als Trübung und Zerstörung
der vom Schöpfergott gesetzten Weltordnung. |
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Teti (Othoes)
Pepi (Phiops I., Phios)
Nemtiemsaef I. (Merenre, Menthesuphis I.)
Pepi II. (Phiops II.)
Nach der extrem langen Regierung (94 Jahre) von Phiops II. und einer
raschen Folge ephemerer Herrscher verliert das göttliche Königtum
seine bisherige Autorität, der Staat bricht auseinander. |
~ 2170-
2134 vuZ |
7.- 8.
Dynastie |
Es begann der
Verfall des Alten Reiches infolge Hungersnot und Unruhen. Die 7.
Dynastie dauerte nur 70 Tage. In Während der 18 Dynastie herrschten
17 Könige. Die Staatsgewalt zerfällt in lokale Dynastien. |
~ 2134-
1980 vuZ |
Erste Zwischenzeit, |
Man
setzt sich mit dem allgemeinen Umsturz geistig auseinander und dies
führt zu einer Blüte der ägyptischen Literatur, bekannt
als „Klagen des beredten Bauern“, „Gespräch
eines Lebensmüden mit seiner Seele“, „Mahnworte des
Ipuwer“, Lehre für Merikare. |
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Dagegen
sinkt die bildende Kunst auf ein provinzielles Niveau herab. Die zentralen
königlichen Werkstätten fehlen. |
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9./10. und 11.Dynastie |
Spaltung in zwei Teilreiche,
in die von Herakleiopolis
(bei Beni Suef) im Norden und in die 11. Dynastie von Theben
(heute Luxor) im Süden. Weitere selbständige Gaufürsten
kommen hinzu. Die bisherigen königliche Vorrechte werden von
den Gaufürsten und ihren Beamten übernommen. Aus den königlichen
Pyramidentexten gehen die für jeden Verstorbenen bestimmten
Sargtexte hervor. Die Erste Zwischenzeit endet in der Regierungszeit
von Nebhepetre Mentuhotep I. |
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