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Zeittafel - Geschichte Ägyptens 2
2655 vuZ Altes Reich - 1980 vuZ Erste Zwischenzeit
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Zeit ~

 

Herrscherliste   Geschichte   

   
  Beginn und Ende des Alten und Neuen Reiches und der Zwischenzeiten variieren von Quelle zu Quelle. Die Zeit ist in Dynastien eingeteilt. Die Einteilung der ägyptischen Könige erfolgte in 30 „Dynastien“. Diese können nicht immer exakt bestimmt werden, weil während einer Dynastie der Thron jeweils von Mitgliedern der gleichen Familie besetzt wird. Bis heute gibt es keine vollständige Liste aller Könige /Pharaonen. Daher ist es auch schwierig die verschiedenen Pharaonen der richtigen Dynastie zuzuordnen. Hinzu kommt noch, daß die Pharaonen mehrere Namen hatten.
  An der Spitze des Landes steht der König /Pharao = das größte Haus mit seinen nächsten Angehörigen. Die Stelle des Wesirs (Minister) wird zunächst nur mit Prinzen besetzt. Der Wesir ist gleichzeitig die Instanz für die oberste Rechtsprechung. Die Verwaltung des Staates erfolgt durch die Leiter der königlichen Domänen, in denen die Abgaben des Volkes für Korn und Vieh gesammelt werden. Die Geldwirtschaft existiert noch nicht. Einen eigenen Priesterstand gibt es zu dieser Zeit noch nicht. Die Sklaverei ist geschichtlich nicht belegt. Die riesigen Bauleistungen, wie auch Expeditionen und Kriegszüge, waren möglich, weil ein großer Teil des Volkes für solche Tätigkeiten dienstverpflichtet wurde.
~ 2655- 2160 vuZ Altes Reich
( 3.-6.Dynastie) Pyramidenzeit
 
~ 2655- 2590 vuZ 3. Dynastie Nebka (Sanakhte, Sanacht) Nebka und Djoser begründen die 3. Dynastie, das ist der Beginn des Alten Reiches. Djoser war der bekannteste König seiner Dynastie. Die Herkunft des Djoser ist jedoch nicht gesichert.
    König Djoser und Imhotep, sein Bauleiter gestalten erstmals das Königsgrab als Pyramide (bekannt als die Stufenpyramide von Sakkara). Die Bauweise geht damit zum monumentalen Steinbau über. Imhotep ist schon im ganzen Land als Arzt berühmt und wird zu Lebzeiten bereits als Gott der Gesundheit und der Gelehrsamkeit verehrt.Die Nachfolger des Djoser errichten weitere, unfertige Stufenpyramiden. In den Pyramiden spiegelt sich der streng zentralistische und hierarchisch gestufte Aufbau des Staates.
    Die Hauptstadt wird nach Memphis verlegt. Gleichzeit entstehen die erste lebensgroße Steinplastik (Djoser-Statue) und die ersten längeren Inschriften, die sogenannten Beamten-Biographien. Imhotep wird die älteste, nicht erhaltene Weisheitslehre zugeschrieben.
    Auf dem Sinai und in Unternubien werden jetzt regelmäßig Gold, Kupfer, Türkis und andere wertvolle Steine abgebaut.
    Sechemchet
Chaba
Huni
~ 2590- 2450 vuZ 4. Dynastie Sie verändern die Form der Stufenpyramide. Die „echten“ Pyramiden entstehen. Snofru errichtet die beiden Steinpyramiden von Dahschur.
    Snofru (Senofru, Soris), Vater des Cheops. Er ließ die Rote Pyramide und die Knickpyramide erbauen.
    Cheops (Chufu, Suphis). Erbauer der Cheops-Pyramide von Gisa. Mit 147 m Höhe und ca. 2,6 Mio m³ Mauerwerk wird sie zum größten Bauwerk des Altertums.

 

 

 

Djedefre (Ratoises)

    Chephren (Chafre, Suphis II.). Er errichtet neben dem Zugang zu seiner Pyramide den monumentalen Sphinx von Gisa
   

Menkaure (Mykerinos, Mencheres), Erbauer der Menkaure-Pyramide in Gisa. Zu den Pyramidenanlagen gehören ein Tal- und ein Totentempel für den Kult, ferner Totenschiffe und Nebenpyramiden für Königinnen. Um sie herum befinden sich die Gräber von hohen Beamten in Form der Mastaba „Steinbank“.

    Schepseskaf (Sebercheres)
~ 2450- 2300 vuZ 5. Dynastie Der Sonnengott Re (Ra) tritt allmählich in den Vordergrund. Der König bekommt den zusätzlichen Titel "Sohn des Re". In der Regel wird als Thronname eine Aussage über diesen Gott gemacht. An den Gott Anubis richten sich vor allen Dingen Totengebete. Er ist für die Einbalsamierung der Toten zuständig. Die Technik der Mumifizierung wird vervollkommnet. Die strenge Ausrichtung der Pyramiden und der Eingänge nach Norden weist auf die Vorstellung eines Jenseits am Himmel, unter den "niemals untergehenden" Sternen in der Nähe des Himmelspols.
   

Die 5. Dynastie baut bescheidenere Pyramiden, daneben aber zu Ehren des Re große Sonnenheiligtümer mit einem aufgemauerten Obelisk. Die Kulträume der königlichen Gräber, wie auch diejenigen der Beamtengräber (z.B. Ti, Ptahhotep) werden mit bemalten Reliefs sowie Szenen aus Landwirtschaft, Jagd und Handwerk ausgestattet.

    Hervortreten des Osiris, der zum Herrscher eines unterweltlichen Totenreiches wird. Mit ihm verbunden ist die Idee eines jenseitigen Gerichts über alle Toten.
    Die erste gesicherte Fahrt über das Rote Meer erfolgte nach Punt. Beziehungen sind bis Kleinasien und Ägäis belegt.
    Userkaf (Usercheres)
Die Sonnenreligion (Re von Heliopolis) wird Staatsreligion; es erfolgte der Bau des Sonnentempels in Abusir. Von jetzt an ist der Titel des Königs »Sohn des Re«.
   

Sahure (Sahure, Sephres)
Neferikare (Nephercheres)
Schepseskare (Sisires)
Neferefre (Cheres)
Niuserre (Rathures)
Menkaure (Menkawhor, Mencheres)
Djedkare (Tancheres)

    Unas (Onnos)
Seit König Unas werden die Innenräume der Pyramiden beschriftet. Die Pyramidentexte gelten als ältestes Corpus religiöser Sprüche. Sie beschreiben den Aufstieg des Königs zu den Göttern und seinen Schutz gegen Gefahren und Entbehrungen im Jenseits. Es handelt sich um die ältesten erhaltene Weisheitslehren (vor allem Ptahhotep) mit pragmatischen Anweisungen für das Verhalten in bestimmten Lebenssituationen. Die Lehren des Wesirs Ptahhotep gehören zu den intellektuellen Meisterleistungen des Alten Ägypten. Bis heute haben sie nicht ihre Gültigkeit verloren, auch wenn heute eine modernere Analogie gefunden werden muß.
Der Bau der Mastaba in Sakkara erfolgt um 2400.
~ 2300-
2170 vuZ
6. Dynastie Jetzt endet die Blütezeit des Alten Reiches. Es gibt zunehmende politische und soziale Unruhen sowie Kämpfe in Nubien, Palästina und im Sinai. Im Inneren erstarken die lokalen Machthaber (Gaufürsten). Es folgt eine rege Bautätigkeit außerhalb der Residenz. Die wachsenden Aufgaben der Verwaltung übersteigen die Möglichkeiten des bisherigen patriarchalischen Systems. Steuerbefreiungen bürden dem königlichen Schatzhaus große Probleme auf. Die wirtschaftlichen Probleme werden durch eine neue Trockenperiode verstärkt.
    Ägypten erlebt In der Religion das Geschehen als Trübung und Zerstörung der vom Schöpfergott gesetzten Weltordnung.
   

Teti (Othoes)
Pepi (Phiops I., Phios)
Nemtiemsaef I. (Merenre, Menthesuphis I.)
Pepi II. (Phiops II.)
Nach der extrem langen Regierung (94 Jahre) von Phiops II. und einer raschen Folge ephemerer Herrscher verliert das göttliche Königtum seine bisherige Autorität, der Staat bricht auseinander.

~ 2170-
2134 vuZ
7.- 8. Dynastie

Es begann der Verfall des Alten Reiches infolge Hungersnot und Unruhen. Die 7. Dynastie dauerte nur 70 Tage. In Während der 18 Dynastie herrschten 17 Könige. Die Staatsgewalt zerfällt in lokale Dynastien.

~ 2134-
1980 vuZ
Erste Zwischenzeit, Man setzt sich mit dem allgemeinen Umsturz geistig auseinander und dies führt zu einer Blüte der ägyptischen Literatur, bekannt als „Klagen des beredten Bauern“, „Gespräch eines Lebensmüden mit seiner Seele“, „Mahnworte des Ipuwer“, Lehre für Merikare.
    Dagegen sinkt die bildende Kunst auf ein provinzielles Niveau herab. Die zentralen königlichen Werkstätten fehlen.
  9./10. und 11.Dynastie

Spaltung in zwei Teilreiche, in die von Herakleiopolis (bei Beni Suef) im Norden und in die 11. Dynastie von Theben (heute Luxor) im Süden. Weitere selbständige Gaufürsten kommen hinzu. Die bisherigen königliche Vorrechte werden von den Gaufürsten und ihren Beamten übernommen. Aus den königlichen Pyramidentexten gehen die für jeden Verstorbenen bestimmten Sargtexte hervor. Die Erste Zwischenzeit endet in der Regierungszeit von Nebhepetre Mentuhotep I.

     
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