| Zeit ~ |
Herrscherliste Geschichte
|
| |
| |
Übersicht |
|
| |
|
Altägypten besteht aus dem unteren Niltal
(Katarakt von Assuan bis Kairo) und dem Nildelta im Norden. Das Land
ist regenarm, die große Fruchtbarkeit ist abhängig vom
Nil. Das Land wird jedes Jahr (Juni – Oktober) durch das Hochwasser
des Nils bewässert, angereichert mit fruchtbarem Schlamm aus
Innerafrika. Das Nildelta war nur in den Randgebieten besiedelt. Durch
künstliche Bewässerung wird der Nil auch hier zur Fruchbarkeit
genutzt. Altägypten war durch seine geographische Lage geschützt
durch Eroberungen und konnte daher eine in der alten Welt einzigartige,
nur selten gestörte geschlossene Kultur entwickeln. Dadurch war
aber auch die Neigung zur selbstgenügsamen Abschließung
gegen die Außenwelt gegeben. |
| |
|
Ägypten ist reich an wertvollen Gesteinen,
dem Rohstoff für Großbauten und Steinplastiken. Was fehlt
ist gutes Bauholz. Die meisten Metalle müssen durch Abbau oder
Handel beschafft werden. Das Gold kam vor allen Dingen aus Nubien,
Kupfer aus dem Sinai und der Ostwüste. An erster Stelle steht
jedoch die Landwirtschaft, um die Ernährung der ständig
wachsenden Bevölkerung (2500 vuZ etwa 1,5 Mio) zu sichern. |
| |
Jungsteinzeit |
|
| 5000 vuZ |
|
Beginn
des Neolithikum (Jungsteinzeit), Grundlagen der späteren Hochkultur.
Anfänge des Götter- und Jenseitsglaubens. |
vor
4000 vuZ |
|
Getrennte
kulturelle Entwicklung in Ober- und Unterägypten. Erste bedeutende
Kulturen in Unterägypten: Merimde (am Westrand des Deltas) und
El-Fajum. Die Bewohner leben in Dörfern aus Schilf- und Strohhütten,
die teilweise bis zur Hälfte in den Boden eingegraben und. Als
Haustiere werden Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen gezüchtet.
Angebaut werden in erster Linie Gerste und Emmer. Jagd und Fischfang
sind richtig für die Ernährung. Die Fellbekleidung wird
abgelöst durch handgewobene Stoffe. |
| Die Toten werden
in den Dörfern ohne Grabbeigaben beigesetzt. |
| ab 4000 vuZ |
|
Dörfer
und Landwirtschaft in Oberägypten sind ähnlich wie in Unterägypten,
doch werden die Toten außerhalb des Dorfes bestattet. |
| um 3600 vuZ |
|
Die Negade-I-
oder El-Amra-Kultur ist benannt nach dem großen Friedhof von
Negade (Nakada, nördlich von Luxor). Als Grabbeigaben werden
rotpolierte Tongefäße mit weißer Bemalung (vor allem
Tierdarstellungen) mitgegeben sowie Tonfiguren von Menschen und Tieren,
ebenso Elfenbein-Figuren und tiergestaltige Schminkpaletten aus Schiefer.
|
| um 3200 vuZ |
|
Die
Negade-II- oder Girsa-Kultur verbreitet sich über das ganze Land.
Auf Gräber und Beigaben wird jetzt größere Sorgfalt
verwendet. Bisher sind aus beiden Negade-Kulturen über 15 000
Gräber in 50 Plätzen nachgewiesen. |
| Durch
neue Techniken werden die Steingefäßen vervollkommnet.
Auch Hartgesteine wie Diorit und Granit werden jetzt verwendet. Siedlungsreste
wurden in geringerer Zahl freigelegt. |
| um 3100 vuZ |
Frühzeit
|
Götter werden in Gestalt
von Tieren und Dingen (Fetisch) verehrt; in der Tierwelt sind es besonders
der Falke (später der Gott
Horus), der Löwe, der Stier und die Kuh. Die Verehrung heiliger
Tiere wird durch Tierbestattungen belegt. Gottheiten in Menschengestalt
gibt es noch nicht. Vorstellungen über ein Jenseitsweiterleben
sind vorhanden. |
| Die altägyptsche
Sprache wird mit der um 3000 erfundenen bildhaften Hieroglyphenschrift
geschrieben. Wort-, Silben- und Konsonantenzeichen werden nebeneinander
benutzt, Vokale werden jedoch nicht niedergeschrieben. Daneben steht
von Anfang an eine verkürzte Buchschrift (hieratisch, später
demotisch). Die Entzifferung gelingt nach vielen vergeblichen Versuchen
1822 durch den Franzosen Jean Fracois Champollion mit Hilfe des dreisprachigen
(griechisch-hieroglyphisch-demotischen) Steins von Rosette. Dieser
wird während der ägyptischen Expedition Napoleons I. 1799
gefunden und befindet sich jetzt im Britischen Museum in London.
|
| Im
Alten Reich wird nach Steuererhebungen (meist alle zwei Jahre) datiert,
dann nach den Regierungsjahren der Könige. |
|
Der ägyptische
Kalender bezieht sich seit Beginn der geschichtlichen Zeit auf
ein Sonnenjahr mit 365 Tagen. Da es keine Schaltjahre gibt, verschiebt
sich das ägyptische Jahr gegenüber dem julianischen alle
vier Jahre um einen Tag. Daneben wird auch ein Mondkalender für
Kult und Feste verwendet. Die Kalenderfestlegung vor 2134 (II. Dynastie)
beinhaltet Unsicherheiten von mehreren Jahrzehnten. Eine fortlaufende
Jahreszählung gibt es in Altägypten nicht. |
| In der Frühzeit
herrschten die oberägyptischen Könige in einem straff organisierten
Beamtenstaat. Die erste Vereinigung der beiden Länder ist ein
Prozeß über mehrere Generationen. Schriftdenkmäler
aus dieser Zeit beinhalten die Namen von oberägyptischen Königen
(Skorpion, Narmer, Aha), die später in der legendären Gestalt
Menes zusammengefaßt sind. |
Herrscher ist König
„Skorpion“. Er ist der erste Herrscher der Dynastie 0
und regiert über Oberägypten. Die Namen der Herrscher, die
Regierungszeit und wichtige Ereignisse werden erstmals in Form von
bildlichen Darstellungen (Hieroglyphen) festgehalten. Die Bauten werden
noch nicht aus Stein sondern mit Nilschlamm-Ziegel ausgeführt.
Narmer gilt als Nachfolger von König Skorpion. Er ist der zweite
und zugleich letzte Herrscher der Dynastie 0. Er unterwirft die noch
unabhängige Teile des östllichen Nildeltas und gilt als
einer der Reichseiniger. |
| ~ 3000 vuZ - 395 nuZ |
|
Ägyptische Religion |
| 3000-2800
vuZ |
Die Könige
der 1. Dynastie (Thinidenzeit) |
Die Bezeichnung der
Herrscher der 1. und 2. Dynastie wurde zu einer späteren Zeit
vorgenommen. Sie geht auf den hellenistisch gebildeten Priester Manetho,
der um 280 vuZ gelebt hat, zurück. |
| |
|
Die bekannte Geschichte
Ägyptens beginnt etwa 3000 vuZ mit Menes,
dem ersten König der 1. Dynastie. Vereinigung von Ober- und
Unterägypten. Bereits zu dieser Zeit hatten die Ägypter
Kenntnisse in Mathematik. |
Hor Djer (Athotis,
Uenephes)
Djed (Hor Wadji)
Den (Dewen, Kenkenes)
Hor Anedjib (Miebis)
Semerchet (Semempses)
Hor Qa´a (Bieneches |
| ~ 2800 - 2650
vuZ |
Die Könige der 2.
Dynastie (Thinidenzeit) |
Hetepsechmui (Boethos)
Raneb (Kechoos, Hor Nebre)
Ninetjer (Biinothris)
Wenegnebti (Tias)
Sened (Sethenes) |
Seth-Peribsen
König Peribsen ersetzt den Königsgott Horus vorübergehend
durch Seth. Es gibt religiöse und politischen Auseinandersetzungen.
Der König gilt als Verkörperung von Horus und Seth in einer
Person. „Vermenschlichung der Mächte“, erste Götter
in Menschen- oder Mischgestalt (Tierkopf und Menschenleib). |
| Ägyptische Handelsbeziehungen
bestehen bis nach Byblos (Libanon). |
Nefer-ka-Sokar (Sesochris)
Hudjefa I.
Chasechemui (Hor-Seth) |
| |
|
|