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Zeittafel - Geschichte Ägyptens 1
5000 vuZ Jungsteinzeit, Neolithikum - 2650 vuZ Ende 2. Dynastie
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Zeit ~ Herrscherliste   Geschichte   
 
  Übersicht  
    Altägypten besteht aus dem unteren Niltal (Katarakt von Assuan bis Kairo) und dem Nildelta im Norden. Das Land ist regenarm, die große Fruchtbarkeit ist abhängig vom Nil. Das Land wird jedes Jahr (Juni – Oktober) durch das Hochwasser des Nils bewässert, angereichert mit fruchtbarem Schlamm aus Innerafrika. Das Nildelta war nur in den Randgebieten besiedelt. Durch künstliche Bewässerung wird der Nil auch hier zur Fruchbarkeit genutzt. Altägypten war durch seine geographische Lage geschützt durch Eroberungen und konnte daher eine in der alten Welt einzigartige, nur selten gestörte geschlossene Kultur entwickeln. Dadurch war aber auch die Neigung zur selbstgenügsamen Abschließung gegen die Außenwelt gegeben.
    Ägypten ist reich an wertvollen Gesteinen, dem Rohstoff für Großbauten und Steinplastiken. Was fehlt ist gutes Bauholz. Die meisten Metalle müssen durch Abbau oder Handel beschafft werden. Das Gold kam vor allen Dingen aus Nubien, Kupfer aus dem Sinai und der Ostwüste. An erster Stelle steht jedoch die Landwirtschaft, um die Ernährung der ständig wachsenden Bevölkerung (2500 vuZ etwa 1,5 Mio) zu sichern.
  Jungsteinzeit  
5000 vuZ   Beginn des Neolithikum (Jungsteinzeit), Grundlagen der späteren Hochkultur. Anfänge des Götter- und Jenseitsglaubens.
vor
4000 vuZ
  Getrennte kulturelle Entwicklung in Ober- und Unterägypten. Erste bedeutende Kulturen in Unterägypten: Merimde (am Westrand des Deltas) und El-Fajum. Die Bewohner leben in Dörfern aus Schilf- und Strohhütten, die teilweise bis zur Hälfte in den Boden eingegraben und. Als Haustiere werden Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen gezüchtet. Angebaut werden in erster Linie Gerste und Emmer. Jagd und Fischfang sind richtig für die Ernährung. Die Fellbekleidung wird abgelöst durch handgewobene Stoffe.
Die Toten werden in den Dörfern ohne Grabbeigaben beigesetzt.
ab 4000 vuZ   Dörfer und Landwirtschaft in Oberägypten sind ähnlich wie in Unterägypten, doch werden die Toten außerhalb des Dorfes bestattet.
um 3600 vuZ   Die Negade-I- oder El-Amra-Kultur ist benannt nach dem großen Friedhof von Negade (Nakada, nördlich von Luxor). Als Grabbeigaben werden rotpolierte Tongefäße mit weißer Bemalung (vor allem Tierdarstellungen) mitgegeben sowie Tonfiguren von Menschen und Tieren, ebenso Elfenbein-Figuren und tiergestaltige Schminkpaletten aus Schiefer.
um 3200 vuZ   Die Negade-II- oder Girsa-Kultur verbreitet sich über das ganze Land. Auf Gräber und Beigaben wird jetzt größere Sorgfalt verwendet. Bisher sind aus beiden Negade-Kulturen über 15 000 Gräber in 50 Plätzen nachgewiesen.
Durch neue Techniken werden die Steingefäßen vervollkommnet. Auch Hartgesteine wie Diorit und Granit werden jetzt verwendet. Siedlungsreste wurden in geringerer Zahl freigelegt.
um 3100 vuZ Frühzeit Götter werden in Gestalt von Tieren und Dingen (Fetisch) verehrt; in der Tierwelt sind es besonders der Falke (später der Gott Horus), der Löwe, der Stier und die Kuh. Die Verehrung heiliger Tiere wird durch Tierbestattungen belegt. Gottheiten in Menschengestalt gibt es noch nicht. Vorstellungen über ein Jenseitsweiterleben sind vorhanden.
Die altägyptsche Sprache wird mit der um 3000 erfundenen bildhaften Hieroglyphenschrift geschrieben. Wort-, Silben- und Konsonantenzeichen werden nebeneinander benutzt, Vokale werden jedoch nicht niedergeschrieben. Daneben steht von Anfang an eine verkürzte Buchschrift (hieratisch, später demotisch). Die Entzifferung gelingt nach vielen vergeblichen Versuchen 1822 durch den Franzosen Jean Fracois Champollion mit Hilfe des dreisprachigen (griechisch-hieroglyphisch-demotischen) Steins von Rosette. Dieser wird während der ägyptischen Expedition Napoleons I. 1799 gefunden und befindet sich jetzt im Britischen Museum in London.
Im Alten Reich wird nach Steuererhebungen (meist alle zwei Jahre) datiert, dann nach den Regierungsjahren der Könige.
Der ägyptische Kalender bezieht sich seit Beginn der geschichtlichen Zeit auf ein Sonnenjahr mit 365 Tagen. Da es keine Schaltjahre gibt, verschiebt sich das ägyptische Jahr gegenüber dem julianischen alle vier Jahre um einen Tag. Daneben wird auch ein Mondkalender für Kult und Feste verwendet. Die Kalenderfestlegung vor 2134 (II. Dynastie) beinhaltet Unsicherheiten von mehreren Jahrzehnten. Eine fortlaufende Jahreszählung gibt es in Altägypten nicht.
In der Frühzeit herrschten die oberägyptischen Könige in einem straff organisierten Beamtenstaat. Die erste Vereinigung der beiden Länder ist ein Prozeß über mehrere Generationen. Schriftdenkmäler aus dieser Zeit beinhalten die Namen von oberägyptischen Königen (Skorpion, Narmer, Aha), die später in der legendären Gestalt Menes zusammengefaßt sind.
Herrscher ist König „Skorpion“. Er ist der erste Herrscher der Dynastie 0 und regiert über Oberägypten. Die Namen der Herrscher, die Regierungszeit und wichtige Ereignisse werden erstmals in Form von bildlichen Darstellungen (Hieroglyphen) festgehalten. Die Bauten werden noch nicht aus Stein sondern mit Nilschlamm-Ziegel ausgeführt.
Narmer gilt als Nachfolger von König Skorpion. Er ist der zweite und zugleich letzte Herrscher der Dynastie 0. Er unterwirft die noch unabhängige Teile des östllichen Nildeltas und gilt als einer der Reichseiniger.
~ 3000 vuZ - 395 nuZ   Ägyptische Religion

3000-2800
vuZ

Die Könige der 1. Dynastie (Thinidenzeit) Die Bezeichnung der Herrscher der 1. und 2. Dynastie wurde zu einer späteren Zeit vorgenommen. Sie geht auf den hellenistisch gebildeten Priester Manetho, der um 280 vuZ gelebt hat, zurück.

 

  Die bekannte Geschichte Ägyptens beginnt etwa 3000 vuZ mit Menes, dem ersten König der 1. Dynastie. Vereinigung von Ober- und Unterägypten. Bereits zu dieser Zeit hatten die Ägypter Kenntnisse in Mathematik.
Hor Djer (Athotis, Uenephes)
Djed (Hor Wadji)
Den (Dewen, Kenkenes)
Hor Anedjib (Miebis)
Semerchet (Semempses)
Hor Qa´a (Bieneches

~ 2800 - 2650
vuZ

Die Könige der 2. Dynastie (Thinidenzeit) Hetepsechmui (Boethos)
Raneb (Kechoos, Hor Nebre)
Ninetjer (Biinothris)
Wenegnebti (Tias)
Sened (Sethenes)
Seth-Peribsen
König Peribsen ersetzt den Königsgott Horus vorübergehend durch Seth. Es gibt religiöse und politischen Auseinandersetzungen. Der König gilt als Verkörperung von Horus und Seth in einer Person. „Vermenschlichung der Mächte“, erste Götter in Menschen- oder Mischgestalt (Tierkopf und Menschenleib).
Ägyptische Handelsbeziehungen bestehen bis nach Byblos (Libanon).
Nefer-ka-Sokar (Sesochris)
Hudjefa I.
Chasechemui (Hor-Seth)
     
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