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Philosophie der Aufklärung

Mit der Entstehung des Preußischen Staates und seiner Maxime, daß jeder nach seiner Fasson selig werden möge, liberalisiert sich das Denkklima weiter. Die Entdeckung fremder Kontinente und deren Götterwelten lassen die Frage aufkommen, ob es nur eine wahre Religion, nämlich das Christentum gäbe und welcher der Götter wohl der Richtige sei. Sowohl die französische Aufklärung wie die deutsche Aufklärung (Kant) stellt Überlegungen an, ob es nur einen Gott gäbe. Die Aufklärung ist also in weiten Teilen wiederum der Auseinandersetzung mit Religion und Staat (Staatsmacht) zugeneigt. Die französische Revolution setzt hier einen gewissen Schlusspunkt. Leibnitz, Descartes und Spinoza versuchen, Wissenschaft, Ethik und Selbstbestimmung des Menschen rational zu begründen.

Wichtig für das entstehende Bürgertum wird es, erworbenes Wissen und Bildung an die Kinder weiterzugeben. Erziehung ist ein besonderes Ideal der Aufklärung. So nehmen die Naturwissenschaften ebenfalls weiter zu. Es werden rationale Erklärungen gesucht für Erscheinungen, die bisher einem Gott zugeschrieben wurden. Kant versucht, die Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit und menschlicher Moral (kategorischer Imperativ) zu definieren. Durch Ausgrabungen und Auffinden klassischer Werte in der Archäologie entstehen neue Ästhetische Theorien (Winkelmann, Lessing u.a.).

Solch ein in irgendeiner Weise allemal nötiger Mittelpunkt wird nun neu geschaffen durch die zentrale Stellung des Menschen, vor allem des Menschen als Naturwissenschaftler und Techniker.WOLFF (1679-1754) prägt den Begriff der Naturwissenschaft. Indem der Mensch hier aber nicht als konkretes Körperwesen auftaucht, sondern der Forscher mittels Vernunft ist, wie seit der Antike interpretiert, verschwindet eine mögliche Begrenztheit aus sich selbst heraus. Das beschriebene Dilemma nimmt seinen dramatischen Lauf.
Im neuzeitlichen Denken wird Natur zwar als Inbegriff des Angeborenen verstanden, jedoch wird das Prinzip des Wesens - und damit eine Möglichkeit des 'perspektivischen' Blickes auf die Frage, was die Natur eigentlich 'ist' - ersetzt durch das Prinzip des (wirkungsgerichteten) Gesetzes, in dem Natur weniger 'ist' als 'gemacht wird' für ein 'um zu'. In keiner Weise wird mehr auf Natur hingehorcht, sondern Natur muß gehorchen, sich der technischen Verfügbarkeit öffnen. Dieses Öffnen ist ein Verschließen der Natur in ihrer Eigen-Sprachlichkeit. Je heller das Licht des menschlichen Geistes leuchtet, desto mehr verdunkelt sich Natur.
Nach KANT (1724-1804) soll die Natur vorgeführt werden, wie ein Verbrecher vor den Richterstuhl (der menschlichen Vernunft). Der Mensch stellt die Natur unter die Idee (nicht im platonischen Sinne, sondern als autonome Leistung der Vernunft) einer intelligiblen Kausalität. Die darin lauernde Frage, ob denn dann nicht die Naturgesetze nur in unserem Kopfe gelten würden, nicht aber in der Natur selbst, wird in mehr als ihrer praktischen Bedeutung übergangen.



Weltbild und Lebensgefühl: Einzeldarstellungen
Wissenschaft: Einzeldarstellungen
Kunst: Einzeldarstellungen

Vertreter / Werke


Philosophie der Aufklärung

Aufklärung in England:
Locke, Berkheley, Hume

Aufklärung in Frankreich:
Montesquieu, Voltaire, Rousseau

Aufklärung in Deutschland:
Kant


Einzeldarstellungen, Materialien, Quellen
Leittabelle Philosophiegeschichte, Zeittafel Geschichte Neuzeit /Aufklärung,
Philosophenliste nach Epoche