| Philosophie
der Renaissance und des Barock
Im Humanismus wird der menschliche Eigenwert über den Wert
der Systeme gestellt. Hier wird die in der Spätscholastik begonnene
Auseinandersetzung mit Kirche und Staat weitergeführt. Gegenbewegung
zur Scholastischen Tradition ergeben sich auch aus den Gedanken
der Reformation, die alsbald denkerisch untermauert werden. England
mit seiner fortgeschrittenen Übung in sekularer Trennung und
Ausübung der Menschenrechte (Magna Carta) übernimmt eine
wichtige denkerische Rolle. Sozialutopien (Morus , Utopia), werden
entwickelt. Wie in Griechenland entsteht durch die Freiheit des
Denkens in Folge staatlicher Garantien eine starke Bewegung zur
Naturwissenschaft, die auch propagiert wird, wenn sie religiösen
Werten widerspricht (Francis Bacon). Im Zuge der Gegenreformation
in Europa (...) wird der Orden der Jesuiten stärker. Er hat
sich das Denken und logische Begründen zur Aufgabe gemacht.
Durch die Drucktechniken kommen staatliche und religiöse Gedanken
zunächst an gebildete Schichten und werden von dringen von
dort aus auch ins Volk.
Mit DESCARTES (1596-1650) radikalisiert sich die 'Zwei-Welten-Lehre'
zu ihrem Gipfel: DESCARTES unterscheidet die Gesamtheit der Dinge
unter zwei Kategorien, der res extensa (dem ausgedehnten Ding, der
Substanz) und der res cogitans (dem denkenden Ding, der Seele bzw.
Vernunft). Die damit bezeichneten Bereiche sind völlig voneinander
getrennt, in ersterem ist alles Mechanik, in zweiterem ist die Erkenntnis
des reinen Denkens. Gilt beim Menschen ein Parallelismus zwischen
diesen beiden Bereichen, so fällt die gesamte außermenschliche
belebte und unbelebte Natur unter die erste Kategorie, d.h. z.B.
Tiere funktionieren wie Uhrwerke.
Für SPINOZA (1632-1677) ist es in 'klassischer' Tradition
von zentraler Bedeutung, zwischen der natura naturans (der schaffenden
Natur, für SPINOZA: Gott) und der natura naturata (der geschaffenen
Natur) zu unterscheiden. Die Naturerkenntnis zielt zwangsläufig
auf die natura naturans ab, denn ohne sie ist nichts und kann nichts
begriffen werden. In der Folge allerdings wird die natura naturans
als christlicher Gott von der Vorstellung der immanenten Naturgesetze
abgelöst.
Während auch NEWTON (1643-1727) noch das theologische Interesse
an den naturphilosophischen Ergebnissen zu rehabilitieren versucht,
spricht sich BERKELEY (1685-1753) strikt für eine Trennung
der beiden Bereiche aus.
BOYLE (1627-1691) schlägt vor, den Begriff 'Natur' fallen
zu lassen und konsequenterweise durch den des Mechanismus zu ersetzen.
Als Wissenschaftler der Vernunft kommt LEIBNIZ (1646-1716) zu dem
Ergebnis, diese Welt sei die Beste aller möglichen. Der sich
hierin aussprechende Optimismus der Aufklärung wird in der
Naturkatastrophe des Erbebens von Lissabon 1755 deutlich ins Wanken
gebracht, der Wille zur Beherrschbarkeit jedoch bleibt ungebrochen.
VOLTAIRE (1694-1778) jedoch gemahnt an eine gewisse Bescheidung,
wenn er die Beherrschbarkeit auf den kleinen Bereich des Gartens
reduziert sieht.
Weltbild und Lebensgefühl:
Einzeldarstellungen
Wissenschaft: Einzeldarstellungen
Kunst: Einzeldarstellungen
Vertreter / Werke
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Philosophie der Renaissance und des Barock
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| Soziale und politische
Umbrüche:
Maciavelli, Grotius, Hobbes, Thomas Morus |
| Wichtige Systeme der Übergangszeit:
Nikolaus von Cues, Giordano Bruno, Francis Bacon, |
| Religiöse Denker der Reformationszeit:
Luther, Jakob Böhme
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| Barock:
Descartes, Spinoza, Leibniz |
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Einzeldarstellungen, Materialien, Quellen
Leittabelle Philosophiegeschichte, Zeittafel
Geschichte Neuzeit /Barock,
Philosophenliste nach Epoche
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