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Griechische Orphik ~ 800, 700 vuZ

Theogonie des Bauern Hesiod ~ 700 vuZ im homerischen Versmaß geschrieben.
Musaios ~ 600 vuZ
Epimenides von Kreta ~ 650 vuZ
Pherekydes von Syros ~ 600 vuZ
Theagenes von Rhegion ~ 550 vuZ
Akusilaos von Argos ~ 500 vuZ

Orphik ist die Verschmelzung thrakischer und griechischer Elemente. Die Dichtungen vertreten eine feste Lehre, die sich als göttliche Offenbarung gibt, die dem thrakischen Sänger Orpheus zuteil geworden sei. Lehren, die zum religiösen Dogma erhoben wurden.

Inhaltlich ganz neu und von zentraler Bedeutung ist die Stellung des Gottes Dionysos. Er bildet nicht nur im orgiastischen Kult nach Thrakerart den Mittelpunkt sondern auch in den orphischen Theogonien (Mythos und Lehre über Ursprung und Herkunft der Götter). Sie erzählt die Geschichte von den Schicksalen des Gottes Dionysos und hat in der altorphischen Dichtung eine tiefe symbolische Bedeutung dergestalt, dass sie das Eingehen des einen Weltgrundes in die Vielheit der Dinge und ihr Zurückgehen in diesen einen Weltgrund vermitteln soll. Jede persönliche Eigenart fehlt jedoch den Göttern. Die Tendenz zu einer pantheistischen Weltanschauung besteht bereits. Symbolik und Seelenlehre treten offen zu Tage. Aus der mythischen Sehensweise bildet sich langsam eine Theosophie, deren sachliche Überprüfung zur Grundlage der späteren Philosophie dient.

Der Seelenglaube wurde von der Orphik ganz übernommen. Die Seele betrachtet den Leib als eine Fessel, von der sie frei werden möchte. damit sie mit der Gottheit wieder eins werden kann. Dadurch hat sich die altorphische Askese entwickelt, die die Enthaltung von Fleischspeisen (beseelte Geschöpfe) verlangt, weil die Aufnahme von Tiernahrung nicht mit der Seelenwanderung vereinbar ist.

Mit dem Glauben an ein Leben nach dem irdischen Dasein wurde das Sündenbewusstsein gefördert. Und mit ihm der daraus entspringende Erlösungswille. Der Glaube an ein Totengericht wurde mit der Wiedervergeltung im Jenseits verbunden. Davon zeugen griechische Inschriften auf Gräbern aus dem 4. und 3. Jahrhundert vuZ.