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Altgriechische Philosophie ~ ab 600 vuZ

Zur Periode
Die ersten griechischen Siedlungen, in denen sich das Denken entfaltete, lagen im damals griechischen Kleinasien. Von dort aus wurde ein reger Handel übers Mittelmeer betrieben, der alte Kulturländer in Afrika (Ägypten), in Europa (Spanien, Italien) und vor allen Dingen am östlichen Rand des Mittelmeeres, das Phönizische Reich (Tyrus, Byblos, Sidon) erreichte. Zu all diesen Ländern hatte Griechenland kulturelle Beziehungen und konnte deren Religion, Wissenschaft und Denkweisen studieren. Viele kulturelle Errungenschaften, so z.B. das Geld, die Techniken des Schreibens und Lesens und ähnliches, konnten die Griechen übernehmen. Dazu kam, daß in Griechenland, im Gegensatz zu Indien, Ägypten oder Babylon nie eine Priesterkaste existierte, die das Denken der Menschen begrenzte und in eine ihr genehme Richtung brachte. Der Wohlstand, der durch den betriebenen Handel entstand, verschaffte den Menschen materielle Möglichkeiten, die sie über den Alltag erhoben und ihnen ein Studium ermöglichten. Aufgrund dieser idealen Voraussetzung konnte Griechenland eine besondere und kritische Kultur des Denkens entwickeln, die mit Sokrates, Platon und Aristoteles ihren vorläufigen Höhepunkt findet.
Wichtige Denker dieser Epoche waren Philosophen, die sich mit der Natur auseinandersetzten. Die Pythagoräer brachten mathematisch-logisches Schlussfolgern und geometrische Kenntnisse mit ein, während die Skeptiker den Gesichtspunkt der nur subjektiven Erkenntnisse diskutierten und durch ihre Paradoxa Widersprüche zwischen Logik und offensichtlichem Sachverhalt darstellten. (Zenon:" Achilles und die Schildkröte", Epimenides: "Lügenproblem"). Logik, wie bei Platon und Systematik und Logik, wie bei Aristoteles, waren die Voraussetzungen fruchtbarer geistiger Arbeit.
Die Vielfalt des griechischen Gedankenguts führte zum Widerstreit, zum Wettkampf der besseren Argumente. Sicher ist dies typisch für die griechischen Denker und hat die schönste Blüte der zum Denken erwachten Menschheit hervorgebracht. Im Geiste der Griechen werden die praktischen Anwendungen der babylonischen Astronomie und der ägyptischen Geometrie reduziert auf ihre logisch beweisbaren, regelhaften Grundlagen,

Kosmogonische Dichtung des Homer (Odysse, Ilias) sowie des Hesiod u.a.: Es handelt sich um überlieferte Mythen der längst nicht mehr im Volk verehrten Götter und Helden. Die griechische Götterwelt war besonders von Heiterkeit und menschenähnlichem Verhalten bestimmt. Auf diese Welt prallten die dunklen Mythen Babylons, Ägyptens, Indiens, der Zarathustrischen Religion und die Mysterienkulte (Eleusinische Mysterien, Dionysos-Kult, Orphik).

Von Indien kam auch der Reinkarnationsgedanke - eine Welt, die den Griechen fremd war und sie deshalb besonders anziehen mochte. Man setzte sich damit auseinander und assimilierte diese Kulturen teilweise. Die Menschen dieser Epoche waren naiv gläubig.

Milesische Naturphilosophen
Milet, eine kleinasiatische Hafenstadt, war eine griechische Pflanzstadt, also eine Kolonie, die vom Mutterland verwaltet wurde. Sie unterlag nicht der Strenge der Verwaltung im Mutterland und genoss relativ große geistige Freiheit. Hier trafen sich Handelskarawanen aus Persien, Indien und Babylonien sowie Schiffe aus Kreta, Ägypten und Italien. Durch den Zugang der Stadt Milet zum Meer und den Handel mit anderen Ländern kamen die Menschen mit fremdländischen Ansichten und der von ihnen hergestellten Waren in Berührung. Sie bekamen Einblick in andere Götter- und Denkwelten und konnten deren kulturelle Vorzüge und Nachteile erkennen. Die Milesier kennzeichnet die Suche nach einem Urstoff, aus dem die ganze Welt geschaffen sein konnte. Ebenso natürlich der Schöpfungsmythos selbst.

Pythagoras und die Pythagoräer
Die pythagoräische Schule hat sich in Süditalien, wo die Griechen ebenfalls Handelsniederlassungen besaßen, niedergelassen. Sie ist bekannt geworden durch den Pythagoräischen Lehrsatz und durch das Erforschen der Saitenlänge eines Instruments für die Höhe des Tons, betrieb aber ebenso viele zahlenmystische Spekulationen, die offensichtlich aus Babylonien importiert waren. Da die Pythagoräer an die Wiedergeburt auch als Tier glaubten, war der Fleischverzehr verboten. Die Ausbildung der Pythagoräer war mit 5 Jahren vorgeschrieben. Während dieser Zeit mußte Schweigen besonders geübt werden. Möglicherweise waren gerade aus diesem Grunde die Pythagoräischen Frauen sehr beliebt.

Die Eleaten
Die Eleaten haben ihren Namen ebenfalls von ihrem Wohnort, der in Italien, südlich von Salermo, lag.Die Periode, in der die Eleaten lebten, hatte eine gewaltige Entwicklung der Logik zur Folge. Tatbestände wurden nicht mehr gefühlsmäßig oder nur empirisch betrachtet sondern auch einer logischen Analyse unterzogen, wobei die Ergebnisse sich im Nachhinein nicht immer als tragfähig erwiesen haben. Dennoch wurde in dieser Zeit der spekulativ dogmatische Charakter des Denkens in Zweifel gezogen und damit der Weg für eine sachlichere Betrachtungsweise freigemacht. Sie hat den ersten Dialektiker hervorgebracht.

Naturphilosophen des 5.Jahrhunderts
Hier sind besonders die Atomisten hervorzuheben, nach deren Gedanken alles sichtbare und unsichbare auf kleinste, unteilbare (atomos) Teilchen zurückgeführt werden konnte. Sie haben sich damit von der 4-Urkräfte-Theorie (Feuer, Wasser, Luft, Erde) gelöst und die Grundlagen moderner Physik, z.T. auch des Materialismus vorweggenommen.

Die Sophisten,
eine Gruppe von Lehrern die gegen Entgelt in Griechenland die gehobenen Schichten unterrichtete, führten scharfsinnige Beweisketten auf, um die Möglichkeit der Erkenntnis ganz oder zu grossen Teilen zu verneinen. Auch ihr Beitrag besteht im advocatum diaboli (Rechtsanwalt des Teufels), wobei Logik und folgerichtige Ableitungen aus einem zugrundeliegenden Sachverhalt (falsch oder wahr) trainiert werden. Dies auch wegen ihrer Klientel, die in Rhetorik und Recht ausgebildet werden wollte. Wegen der Bezahlung und der ihnen eigenen Dialektik galten die Sophisten als betrügerisch, unehrlich und demagogisch.

Sokrates, Platon, Aristoteles und ihre Schule

In diesen Schulen beginnt das Nachfragen (sokratisches Fragen) zum Erkenntnisgewinn, der Dialog (Platon handelt seine Auseinandersetzungen mit älteren Denkern und die Entwicklung eigener Ideen im systematischen Dialog ab) und das Sammeln von Faktenwissen und Verschmelzen zu einer Theorie (Aristoteles). Hier werden die dialektischen Bemühungen , die Fragestellungen über Weltentstehung, Ethik und Staatswesen u.a.zu einem Höhepunkt gebracht der erst sehr viel später wieder erreicht wird. Die heute noch gebräuchliche wissenschaftlicher Denkweise wird hier mustergültig formuliert und Betrachtungen über logisches Schliessen und empirische Erkenntnis angestellt. Das Zeitalter dieser Denker lag am Ende der fruchtbarsten Periode griechischer Philosophie, als bereits die Schatten des Untergangs über den Stadtstaaten Griechenlands lagen. Hegel bemerkte dazu: Die Eule der Minerva beginnt ihren Flug in der Dämmerung.

Weltbild und Lebensgefühl: Einzeldarstellungen
Wissenschaft: Einzeldarstellungen
Kunst: Einzeldarstellungen

Vertreter / Werke


Altgriechische Philosophie / Vorsokratische Philosophie bis zu den Sophisten

Kosmogonische Dichtung:
Die Orphik, Epimenides von Kreta, Pherekides von Syros, Hesiod, Kleostrathos von Tenedos, Musaios, Die sieben Weisen

Milesische Naturphilosophen:
Thales, Anaximandros, Anaximenes

Pythagoras und die Pythagoräer:
Pythagoras, Alkmaion von Kroton

Die Eleaten:
Xenophanes, Parmenides, Zenon von Elea

Heraklit und die Naturphilosophen des 5. Jahrhunderts:
Heraklit, Empedokles, Leukipp, Demokrit, Anaxagoras


Altgriechische Philosophie / Blütezeit


Die Sophisten:
Protagoras, Gorgias, Kritias von Athen

Sokratische, platonische und aristotelische Schulen:
Sokrates, Platon, Aristoteles

Einzeldarstellungen, Materialien, Quellen:
Leittabelle Philosophiegeschichte, Zeittafel Geschichte Griechenlands, Philosophenliste nach Epoche