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Klosterbesitz und -wirtschaft

Kloster Georgenthal   1143 beurkundete Heinrich, Erzbischof von Mainz, daß Sizzo III., Graf von Käfernburg, das Kloster gegründet und mit seinem Verwandten Eberhard als Abt besetzt habe. Ein Jahr später nahm König Konrad III. es unter seinen Schutz . Der Gründungsort, Asolveroth, war von Sizzo strategisch gut geplant worden: es befand sich gerade 4 km von Reinhardsbrunn entfernt auf einem Berg. Er verhinderte dadurch, daß sich die ludowingischen Landgrafen mittels des von ihnen gestifteten Benediktinerklosters weiter nach Süden auf sein Gebiet hin ausbreiteten, wobei ihm zusätzlich helfen sollte, daß sich Zisterzienser und Benediktiner nicht gerade grün waren. Der vehemente Protest letzterer ließ auch nicht lange auf sich warten und so wurde das Kloster kurz darauf ins Tal verlegt, wodurch sich der Abstand zu Reinhardsbrunn auf immerhin 6 km verlängerte. Ebenso kam es auch zu Auseinandersetzungen mit dem alten Kloster Hersfeld, die dann letztendlich 1218 beigelegt werden konnten.
Der gestiftete Besitz 1143 umfaßte nach heutigen Berechnungen eine Fläche von 7191 ha, worin allerdings 959 ha enthalten waren, die nicht den Käfernburg gehörten. Infolgedessen mußte sich das Kloster noch über 150 Jahre später mit berechtigten Ansprüchen anderer Eigner auseinandersetzen . Durch weitere Zukäufe der Dörfer Rekkers (1152), Herrenhof (1168), Catterfeld (1195), Gräfenhain (1230), Vitzerod (1232), Tambach - Dietharz (1293), Hohenkirchen (1305) und Schönau verfügte das Kloster 1335 über 10946 ha oder rund 109 qkm zusammenhängendem Gebietes ohne alle anderen umfangreichen Erwerbungen (wie z.B. Eschenbergen), was immerhin fast ein Dreizehntel der Fläche des späteren Herzogtums Gotha ausmachte.
Georgenthal gehörte zu den fünf großen Klöstern, die innerhalb weniger Jahre in Thüringen gegeründet worden waren: Volkenrode (1130), Walkenried (1132), Pforta (1133) und Sittichenbach oder Sichem (1141). Über hundert Jahre später gesellten sich noch 13 Nonnenklöster dazu, von denen nur das Kreuzkloster zu Gotha genannt werden soll, das 1251 von Heinrich Sezzephant von Siebleben und Burchard von Lura gestiftet worden war. Die Kirche St. Crucis wurde 1279 feierlich eingeweiht. Natürlich lagen alle unter der Superiorität der Männerklöster.
Neben den ländlichen Besitzungen belegte das Kloster auch feste Punkte in den umliegenden Städten, was mit großen Befreiungen von Lasten einherging. So gab es seit 1217 den Georgenthaler Freihof in Erfurt. Bis zur Mitte des 14. Jhs. verfügte es über sechs Curien in Erfurt, zwei in Arnstadt, sieben in Eisenach und 18 in Gotha.
Während die Zisterzienser in der Folgezeit mächtiger wurden, büßten die benediktinischen Klöster immer mehr ihrer Herrlichkeit ein. Aber schließlich änderten sich die Zeiten und die beiden Klöster Georgenthal und Reinhardsbrunn wurden im Jahr 1525 von den aufständischen Bauern zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Kloster Georgenthal   1143 beurkundete Heinrich, Erzbischof von Mainz, daß Sizzo III., Graf von Käfernburg, das Kloster gegründet und mit seinem Verwandten Eberhard als Abt besetzt habe. Ein Jahr später nahm König Konrad III. es unter seinen Schutz . Der Gründungsort, Asolveroth, war von Sizzo strategisch gut geplant worden: es befand sich gerade 4 km von Reinhardsbrunn entfernt auf einem Berg. Er verhinderte dadurch, daß sich die ludowingischen Landgrafen mittels des von ihnen gestifteten Benediktinerklosters weiter nach Süden auf sein Gebiet hin ausbreiteten, wobei ihm zusätzlich helfen sollte, daß sich Zisterzienser und Benediktiner nicht gerade grün waren. Der vehemente Protest letzterer ließ auch nicht lange auf sich warten und so wurde das Kloster kurz darauf ins Tal verlegt, wodurch sich der Abstand zu Reinhardsbrunn auf immerhin 6 km verlängerte. Ebenso kam es auch zu Auseinandersetzungen mit dem alten Kloster Hersfeld, die dann letztendlich 1218 beigelegt werden konnten.
Der gestiftete Besitz 1143 umfaßte nach heutigen Berechnungen eine Fläche von 7191 ha, worin allerdings 959 ha enthalten waren, die nicht den Käfernburg gehörten. Infolgedessen mußte sich das Kloster noch über 150 Jahre später mit berechtigten Ansprüchen anderer Eigner auseinandersetzen . Durch weitere Zukäufe der Dörfer Rekkers (1152), Herrenhof (1168), Catterfeld (1195), Gräfenhain (1230), Vitzerod (1232), Tambach - Dietharz (1293), Hohenkirchen (1305) und Schönau verfügte das Kloster 1335 über 10946 ha oder rund 109 qkm zusammenhängendem Gebietes ohne alle anderen umfangreichen Erwerbungen (wie z.B. Eschenbergen), was immerhin fast ein Dreizehntel der Fläche des späteren Herzogtums Gotha ausmachte.
Georgenthal gehörte zu den fünf großen Klöstern, die innerhalb weniger Jahre in Thüringen gegeründet worden waren: Volkenrode (1130), Walkenried (1132), Pforta (1133) und Sittichenbach oder Sichem (1141). Über hundert Jahre später gesellten sich noch 13 Nonnenklöster dazu, von denen nur das Kreuzkloster zu Gotha genannt werden soll, das 1251 von Heinrich Sezzephant von Siebleben und Burchard von Lura gestiftet worden war. Die Kirche St. Crucis wurde 1279 feierlich eingeweiht. Natürlich lagen alle unter der Superiorität der Männerklöster.
Neben den ländlichen Besitzungen belegte das Kloster auch feste Punkte in den umliegenden Städten, was mit großen Befreiungen von Lasten einherging. So gab es seit 1217 den Georgenthaler Freihof in Erfurt. Bis zur Mitte des 14. Jhs. verfügte es über sechs Curien in Erfurt, zwei in Arnstadt, sieben in Eisenach und 18 in Gotha.
Während die Zisterzienser in der Folgezeit mächtiger wurden, büßten die benediktinischen Klöster immer mehr ihrer Herrlichkeit ein. Aber schließlich änderten sich die Zeiten und die beiden Klöster Georgenthal und Reinhardsbrunn wurden im Jahr 1525 von den aufständischen Bauern zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Autor: Eckhart Triebel