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Bar Kochba (hebräisch = "Sohn des Sterns"
Beiname des Simeon ben Koziba, Führer des jüdischen Aufstands 132—135 gegen die Römer; Eroberung Jerusalems. Er stellte den jüdischen Kult wieder her und trat selbst als Messias auf. Er wurde bei der Eroberung der Stadt Bethar durch den Feldherrn des Kaisers Hadrian, S. Julius Severus, getötet. umfangreiche Funde von Briefen und Dokumenten bei En Gedi am Toten Meer (1960/61).

Ignatius von Antiochia
Bischof, Märtyrer, geboren ~ vor 117 in Rom. Von ihm stammen 7 Briefe, die für das frühe Christentum ein wichtiges Zeugnis darstellen. (Gottheit Christi, Jungfrauengeburt, Eucharistie, Kirche, Bischof). Gedenktag: kath./evang. 17. 10., orthod. 20.10.

Montanismus
Von dem Phrygier Montanus begründete christliche Sekte. Um 156 behauptete Montanus, in Trance mit der Stimme des heiligen Geistes zu sprechen. Er reiste anschließend mit den beiden Frauen Prisca und Maximilla durch ganz Kleinasien und verkündete hier seine Lehre. Die Montanisten forderten volle Weltverneinung, erwarteten die baldige Herabkunft des Heiligen Geistes und den Beginn eines neuen Zeitalters.

Christenverfolgungen
Zunächst sind die Christen vom römischen Staat verfolgt worden, besonders unter den Kaisern Nero, Decius, Valerian und Diocletian. Die Duldung des Christentums durch das Edikt von Mailand 313 brachte das Ende der Christenverfolgungen im Römischen Reich. Im Mittelalter fanden erneut Christenverfolgungen seitens heidnischer Völker (Slawen und Normannen) statt, sowie des Islams bei seinem Vordringen in Europa. Die Neuzeit erlebte Christenverfolgungen Infolge des Totalitätsanspruchs des Christentums erlebte auch die Neuzeit Christenverfolgungen (nationalistische oder bolschewistische Bewegungen).

Celsus
Kelsos, römischer Philosoph, 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts; Anhänger Platons; erhob als erster philosophische und religiös-geschichtliche Einwände gegen das Christentum.

Kanon (Ursprung semitisch, dann griechisch)
Der Begriff Kanon bedeutet soviel wie Richtschnur, Regel und wird im krichlichen Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht verwandt:

1. Im Bereich der Liturgie, hier wird vom "Kanon der heiligen Messe" oder vom "Kanon der Beichte" gesprochen. Gemeint ist damit das Feststehende, Unveränderliche, das nicht beliebig verändert werden darf, wie z.B. das eucharistische Hochgebet, oder die Lossprechungsformel in der Beichte usw.).

2. Gibt spricht die vom "Kanon der Heiligen". Damit ist das Verzeichnis aller heiliggesprochenen "kanonisierten Heiligen", gemeint.

3. Im Zusammenhang mit den biblischen Texten wird vom "Kanon der Heiligen Schrift" gesprochen. Darunter fallen die zur Bibel gehörenden offiziell bestätigten Bücher und Briefe. Es gibt weitere Texte, denen der Kanon nicht zuerkannt wird, wie z.B. das sogenannte Thomasevangelium.

4. Seit 314 das Einzelgesetz eines Konzils, im Unterschied zu den päpstlichen Dekretalen.

5. Heute ist Kanon die Bezeichnung für die Einzelbestimmung im CIC.

Gnosis (griechisch, Erkenntnis)
in den neutestamentlichen und altkirchlichen Schriften ist Gnosis die vertiefte Glaubenseinsicht in die geoffenbarten Wahrheiten. Im Gnostizismus war sie ein „Geheimwissen“ höherer Art über Gott und Welt: Erlösung durch Wissen. Es ist eine Sammelbezeichnung für verschiedenartigste um Gnosis bemühte religiöse Richtungen hellenistischer, jüdischer und christlich-häretischer Prägung, die vor allem im 2. und 3. Jahrhundert im Mittelmeerraum entstanden ist. Trotz der Verschiedenheiten zeigen die gnostischen Lehren eine gewisse Grundtendenz. Das oberste Gebot: Eine über alle irdische Wirklichkeit schlechthin erhabene gute Gottheit entfaltet sich in vielfachen Abstufungen und Ausströmungen ( Emanation). Die sichtbare Welt schuf ein Demiurg (ein Mittler zwischen der höchsten Gottheit und der Schöpfung, als Schöpfergott in der Gnosis dem Erlösergott gegenübergestellt), der auch den minderwertigen „fleischlichen“ Menschen bildete, indem er das zur göttlichen Oberwelt gehörende Pneuma mit der bösen Materie vermischte. Die Erlösung des Menschen liegt in der Erkenntnis seines kosmischen Geschicks und der Göttlichkeit seines eigenen Selbst. Vertreter der Gnosis sind: Kerinthos, Satornil, Basilides, Valentin, Marcion, Mani; Gegner sind Irenäus, Hippolytos, Epiphanius von Salamis. Funde gnostischer Literatur wurden bei Nag Hammadi, Oberägypten (1945) gemacht.

Donatismus
Eine Bewegung, die sich im 4. Jahrhundert nach Christus um den Gegenbischof Donatus von Karthago sammelte, die forderte, daß die Kirche alle offenbaren Sünder ausschließen solle und daß die von sündigen Priestern gespendeten Sakramente ungültig seien. Bis ins 7. Jahrhundert hatte der Donatismus Bestand.

Arianismus
Die Lehre des alexandrinischen Presbyters Arius, wonach Christus nicht wesensgleich mit dem Vater, sondern ein Geschöpf des Vaters aus dem Nichts sei. Auf dem Konzil zu Nicäa (325) verurteilt. Kaiser Konstantius II. (337—361), Anhänger des Arianismus, verhalf der Lehre zu weiter Verbreitung. Der Arianismus verfiel dann jedoch. Bei Goten, Wandalen, Burgundern und Langobarden erlebte er eine Nachblüte. Das politische Übergewicht der Franken, die sich zur römisch-katholischen Kirche hinwandten, brachte im 7. Jahrhundert den Arianismus zum Erliegen.

Manichäismus
Eine gnostische Religion, die von Mani im 4. Jahrhundert begründet wurde. Sie verband vorderasiatische, buddhistische, jüdische und christliche Lehren zu einer komplizierten Heilslehre und war weit verbreitet. Bis weit ins östliche Mittelalter konnte sie sich halten. In mythischer Form stellt sie das Weltdrama dar vom Uranfang der Weltentstehung über die Fesselung der vom „König der Finsternis“ aus dem Reich des „Königs der Lichtparadiese“ geraubten Lichtelemente (Seelen) an die Materie bis zu deren Erlösung mit Hilfe göttlicher Sendboten (u. a. des „Urmenschen“ und Jesu).

Codex Theodosianus
Theodosius II., byzantinischer Kaiser (408 - 450), ließ die seit Konstantin d. Gr. erlassenen Gesetze kodifizieren (Codex Theodosianus).

Codex Iustinianus
Der Codex Iustinianus ist ein Bestandteil des Sammelwerkes, das später den Namen Corpus Iuris Civilis erhielt und neben dem Codex Iustinianus (der Sammlung der Kaiserkonstitutionen) noch die Digestae (Rechtsurteile), die Institutiones (ein Rechtslehrbuch) und die Novellae (später ergänzte Kaiserkonstitutionen) enthielt. Die Sammlung wurde von Kaiser Iustinian (+ 565) um 530 in Auftrag gegeben. Später im Hochmittelalter erlebte der Codex Iustinianus und die anderen Teile des Corpus eine Renaissance - und mit ihnen auch die antiken Ketzergesetze.