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Octavian - Kaiser in Rom
Nach dem Mord an Gajus Julius Cäsar bildeten Octavian, Markus Antonius
und Lepidus ein Triumvirat.
Bei der Aufteilung des Reiches wurde Octavian der Westen, Antonius
der Osten und Lepidus Afrika zusprochen. Octavian
gab seine Tochter Marcus Antonius zur Frau, um den Streit mit Marcus
Antonius beizulegen. Nachdem Octavian Lepidus ausgeschaltet hatte bekam
er auch die Macht über Afrika.
Das Triumvirat begann zu
brökeln und zerfiel schliesslich, weil Antonius
Octavians Tochter verliess und sich mit Kleopatra, der Königin
von Ägypten,
vermählte. Octavian akzeptierte den Sohn von Kleopatra
und Caesar als rechtmässigen Miterben Caesars. Er wurde
Dadurch war seine Machtausübung gefährdet. Wenn er weiterhin
alleiniger Herrscher bleiben wollte, war der Krieg notwendig.
31 vuZ
kam es Westgriechenland zur
entscheidenden Seeschlacht
von Actium.
Octavian kämpfte mit 260 leichten und gut manövrierbaren Schiffen
gegen Antonius, der mit 220 schweren Schiffen angerückt war.
Die Schlacht war lange Zeit unentschieden bis Kleopatra, die Antonius
mit 60 ägyptischen
Schiffen unterstützte, einen folgenschweren Entscheid fällte:
Beunruhigt durch ein Manöver des Feindes befahl Kleopatra ihren
Schiffen den Rückzug. Ohne die Unterstützung der Ägypter
waren die Truppen des Antonius nicht stark genug, um sich gegen
Octavian zur
Wehr zu setzten. Sie mussten sich ergeben. Dadurch wurde Octavian
Alleinherrscher über das römische Imperium.
Es gelang ihm, die Herrschaft über Ägypten
zu erlangen. Markus Antonius
und Kleopatra brachten sich ein Jahr später um, während Caesarion,
der Sohn Kleopatras und Caesars, im Jahre 29 vuZ umgebracht wurde.
Im Jahre 27 vuZ wurde Octavian der Titel
Augustus (der Erhabene) vom Senat verliehen. der später mit dem
Titel des Kaisers gleichgesetzt wurde. Wie zur Zeit Caesars stützte
Augustus seine Macht auf das Imperium (Gewalt über
das Militär), das Tribunat und den obersten Priesterrang. Die altrömischen
Traditionen der Republik waren aber immer noch vorhanden und deshalb
wurde
die Regierungsform des Augustus Prinzipat genannt. Bis 284 uZ blieb
das Prinzipat in Kraft. Der Senat war
jedoch in dieser Staatsform nur eine unbedeutende Einrichtung.
Wichtige Provinzen wie Gallien, Spanien, Syrien und Ägypten waren
sogennante kaiserliche Provinzen, die von einer straff organisierten
und gut besoldeten
kaiserlichen Beamtenschaft verwaltet wurden.
Mit der Machtübernahme war auch das Zeitalter der Bürgerkriege
und Eroberungen beendet. Es herrschte der sogennante Pax Augusta im
Weltreich.
Gelegentliche Grenzkriege mit den Parthern im Osten und den Germanen
im Westen fielen kaum ins Gewicht, pobwohl der römische General
Varrus gegen die Germanen eine der empfindlichsten Niederlagen seit
der Schlacht
von Cannae hinnehmen musste.
Wichtiger war jedoch die Sicherung der Donaugrenze,
die den Völkern aus dem Nordosten Einhalt gebot.
Die ernsthaften sozialpolitischen Reformen, die von Caesar eingeleitet
worden waren, führte Octavian halbherzig weiter.
Nur das von Caesar ausgearbeitete Besiedlungsprogramm wurde von ihm
aufgenommen.
Trotzdem konnte sich das römische Bauerntum erholen, obwohl
die Macht der Grossgrundbesitzer weiterhin bestand. Durch Gesetze
gegen den Luxus der Reichen, zur Gesundung des ehelichen Lebens, zur
Bekämpfung
der Ehelosigkeit und Kinderarmut versuchte Augustus die altrömischen
Tugenden wieder aufzurichten. Der Einfluss östlicher Sitten
und Kultur wurde erschwert. Rom dokumentierte seinen Anspruche Weltmonopole
zu sein durch gewaltige Bauten.
Eine reiche Epoche römischer
Literatur begann mit Vergil, der den Heldenepos der Aeneis schuf,
Horaz,
dessen Oden noch heute gerne gelesen werden und Titus Livius, der eine
einzigartige Geschichte der römischen Vergangenheit verfasste.
Im Jahre 14 uZ starb
Gaius Octavius Augustus. Er hinterliess ein blühendes römisches
Reich
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