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Gilgamesch
Epos und Erläuterungen

Sprache

Die akkadische Sprache ist im Gegensatz zum Sumerischen eine semitische Sprache und wurde in Mesopotamien (heute Irak)  von ~ 3000 vuZ bis um 200 vuZ geschrieben und gesprochen. Diese Sprache löste das Sumerische (eine der ältesten geschriebenen Sprachen der Menschheit) ab, nachdem der semitische Herrscher Sargon der Große (Regierungszeit 2335-2279 vuZ) das Gebiet erobert und die Akkad-Dynastie gegründet hatte. Um 2400 vuZ wurde Akkadisch zum ersten Mal in der Keilschrift geschrieben, die von den Sumerern übernommen wurde. Diese Schrift war dem akkadischen (semitischen) Lautbestand nicht gut angepasst. Viele dieser Schwierigkeiten wurden jedoch durch Rechtschreibreformen gelöst, die vor allem während der Regentschaft des babylonischen Königs Hammurabi durchgeführt wurden. Diese Schrift wurde im 19.Jahrhundert entziffert. Sie wurde mit rund 600 Wort- oder Silbenzeichen geschrieben und verfügte über 20 Konsonanten und acht Vokale. Die Verben hatten zwei Tempora (Vergangenheit und Präsens-Futur). Es gab drei Kasus (Nominativ, Genitiv und Akkusativ), zwei grammatische Geschlechter (männlich und weiblich) und im Numerus Singular, Dual und Plural.

Als ~ 1950 vuZ  das sumerische und das akkadische Reich zerbrachen, war die akkadische Sprache in ganz Mesopotamien in Gebrauch und hatte schon angefangen in Sumer selbst (südliches Mesopotamien) die gesprochene Sprache, sumerisch, abzulösen.

Als religiöse Sprache scheint sie auch im Osten von den Elamitern und im Norden und Nordosten von den Gutäern, Luli und Hurritern übernommen worden zu sein. Nach 1950 vuZ entstanden aus dem Akkadischen zwei Dialekte, Babylonisch im Süden und Assyrisch im Norden. Babylonisch wurde die dominante Form und wurde selbst in Assyrien in Literatur und Religion verwendet. Der assyrische Dialekt wurde im Handel eingesetzt. Die Geschichte des babylonischen Dialekts wird üblicherweise in vier Perioden unterteilt:

Altbabylonisch (etwa 1950 bis 1500 vuZ)
Mittelbabylonisch (etwa 1500 bis 1000 vuZ)
Neubabylonisch (etwa 1000 bis 600 vuZ) und
Spätbabylonisch (etwa 600 vuZ. bis 75 nuZ).

Während der altbabylonischen Periode verbreitete sich der babylonische Dialekt als Verkehrssprache in Handel und Diplomatie über fast ganz Syrien.

Nach 1500 vuZ, während der Kriege zwischen den Ägyptern und den Hethitern in Kleinasien und zwischen Babylon und Mitanni im Norden und Nordwesten, wurde Mittelbabylonisch zur Verkehrssprache zwischen diesen Großreichen.

Nach 1200 vuZ, als ganz Syrien und Anatolien (Kleinasien) mehrfach von Seefahrervölkern, den Aramäern u.a., überrannt wurden, scheint der kulturelle und sprachliche Zusammenhang der westlichen Gebiete gestört worden zu sein, aber in Mesopotamien selbst lebte er ungebrochen fort. Als jedoch das Reich der Assyrer um 900 vuZ auch das Territorium der Aramäer umfasste, begann die aramäische Sprache im Lauf der Zeit auch in Assyrien das Assyrische zu ersetzen. In der Zwischenzeit hatten sich aramäischsprachige Stämme, darunter die Chaldäer, in Babylonien ausgebreitet. Obwohl diese Stämme die babylonische Kultur und Religion schnell übernahmen, breitete sich umgekehrt Aramäisch in Babylonien aus.

Bis zum 4.Jahrhundert vuZ, während der Zeit Alexanders des Großen, war die babylonische Sprache fast zur Gänze von der aramäischen abgelöst worden. Als Sprache in Rechtsprechung, Religion, Literatur, Wissenschaft und selbst für einige historische Schriften blieb das Babylonische erhalten, vergleichbar mit Lateinisch, das auch nach dem Niedergang des Römischen Reiches in ganz Europa verwendet wurde. Die Situation änderte sich während der hellenistischen Periode (323-146 vuZ) bis zur Herrschaft der Parther, als das Babylonische, zumindest in den Städten Babylon und Erech, von der Priesterschaft und den chaldäischen Astronomen immer noch verwendet wurde. Der späteste bekannte Text in babylonischer Sprache ist eine astronomische Tafel aus Babylon aus dem Jahr 75 nuZ.