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Das Tal der Könige

Das heutige Biban el-Moluk genannte "Tal der Könige" liegt versteckt und wird von hohen Felswänden in den thebanischen Bergen umgeben. Dieser Ort wurde zur damaligen Zeit von den Ägyptern "Ta sekhet aat" (Die grüne Weide) genannt. Heute führt der mehrere Kilometer lange Zugang zum Tal über eine breite asphaltierte Straße.

Das Tal der Könige ist die letzte Ruhestätte der Herrscher aus der 18. – 20. Dynastie. Vom Nil her ist es nur durch ein enges Tal oder über einen schmalen Bergpfad zu erreichen. Dieses Tal wurde ausgesucht, damit die Königsgräber vor Grabräubern sicher waren. Dies war leider nicht der Fall. Der größte Teil der Gräber war schon zu Kleopatras Zeiten ausgeraubt worden. Das Tal besteht aus zwei Teilen, dem westlichen Tal mit 4 Gräbern, (in den beiden königlichen Gräbern wurden die Pharaonen Amenophis/Amenhotep III. und Eje) begraben und dem Hauptteil des Tals im Osten.

Der östliche Teil wird als das eigentliche „Tal der Könige“ bezeichnet. Bisher wurden ca. 60 Gräber gefunden. Diese sind teilweise tief in den Fels gehauen. Das System der verschiedenen Räume und Schächte lehnt sich an die jeweiligen Vorstellungen vom Jenseits an. Das ewige Leben des Pharao im Jenseits ist zentrales Thema. Es ist grundsätzlich mit dem Lauf der Sonne verbunden. In der Zeit des Neuen Reiches liegt diese z. B. in der Unterwelt. Die Illustrationen an den Wänden und Decken gehen auf diese komplizierte Welt ein und beziehen sich auf eine Reihe von Textsammlungen (Sonnenlitanei, Toten-, Pforte- und Höhlenbuch). Das Buch "Von dem, was in der Unterwelt ist" wurde von den Ägyptern "Schrift der Verborgenen Kammer" genannt. Es ist das früheste Werk, das ausführlich die Reise des Sonnengottes durch die den zwölf Nachtstunden entsprechenden zwölf Abteilungen der Unterwelt beschreibt. Vollständige Abschriften sind in den Gräbern von Thutmosis III. und Amun-Hotep II. Auszüge aus diesen Büchern findet man in den meisten anderen Gräbern auch.

Von allen Königsgräbern des Neuen Reiches ist nur das von Tutenachmun weitgehend unversehrt. Es wurde 1922 von Howard Carter entdeckt und war die berühmteste Entdeckung in diesem Tal. Das Grab war das reichhaltigste, das bis jetzt geöffnet wurde. Vom Schutt des höhergelegenen Grabmals Ramses IX. war es zugeschüttet und geriet in Vergessenheit. Die unermeßlichen Schätze, die geborgen wurden, sind im Ägyptischen Museum in Kairo zu bewundern. Da Tutenchamun nur ein kleiner und unbedeutender Pharao war, lässt sich erahnen wie die Gräber von Ramses II. oder Sethos I. ausgestattet sein mussten.

Während der 18., 19. und 20 Dynastie gibt es drei verschiedene Arten von Gräbern, die sich deutlich voneinander unterscheiden:

1. Fühgräber: Gekurvte oder geknickte Achsen (Grab des Amenhotep II).)
2. Zwischengräber, auch Korridorgräber: Parallele Achsen (Grab Haremhab)
3. Spätgräber: Gerade Achsen (Grab Ramses IV.)

 

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