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  El-Fayum

Es handelt sich um eine Semi-Oase, die ca. 70 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Sie wird zur Lybischen Wüste hin vom Qarun See abgeschlossen. Unendlich viele Kanäle und Gräben sorgen für die Be- und Entwässerung, eine fruchtbare und dichtbesiedelte Bodensenke ist rund um den riesigen See Quarun entstanden, der mitten in der Oase El Fayum liegt. Leider werden seit Jahren die Abwässer der ganzen Gegend in diesen See gelassen und der Salzgehalt nimmt ständig zu. Schwimmen ist stark gesundheitsgefährdend. An diesem See liegt auch das Restaurant, in dem wir zu Mittag gegessen haben, mit Blick auf den See. Provinz-Hauptstadt ist Medinet-Fayum.

Der Weg nach Fayum führt die Wüstenstraße entlang, eine eintönige Gegend, teilweise mit schnurgerader Straße, die keinerlei Abwechslung bietet.Links der Straße sieht man die Ruinen von Kanaris. Der Ort entstand etwa 300 vuZ. Die Tempelruine im Zentrum des Ortes trägt eine Inschrift Neros. Vom Blick des Tempels aus kann man weit in die Fayum-Ebene blicken. Das Museum in Kanaris beherbergt Funde aus dem Fayum und kann somit eine große Geschichtsspanne dokumentieren.

Dann wechselt das Bild. Felder und Palmenhaine tauchen auf, wir haben die Oase erreicht. Neben vielen Häusern erhebt sich ein merkwürdiger turmartiger Bau: Taubenverschläge.

Durch die Stadt Medinet-Fayum zieht sich der Josephskanal; in der Stadtmitte steht das Wahrzeichen des Distrikts, ein großes Wasserrad. Es handelt sich insgesamt um sieben historische Wasserräder des Bahr Sinuris, die etwas außerhalb der Ortschaft liegen. Durch diese Wasserräder ist die Schaffung der Oase erst möglich geworden.

Leider kann man die Oase Fayum nicht ohne Militäreskorte (5 Mann) erreichen. Wir mussten genau unsere Ziele angeben, trotzdem haben wir z.B. die Töpferstadt Nasla aus unerfindlichen Gründen nicht besuchen dürfen, obwohl wir dieses Ziel am Checkpoint angegeben haben.

Wir verlassen Fayum wieder in Richtung Norden. Auf der Rückfahrt nach Kairo der Kontrast von Geschichte und Fortschritt: Am Horizont heben sich die Pyramiden ab. Ich war vor 35 Jahre schon einmal hier. Damals waren im Blickfeld der Pyramiden 3 Häuser sichtbar, heute sieht man, wie sich Kairo bis an den Rand der Wüste ausdehnt. Gut sichtbar sind auch die Hochleitungsmasten; die Elektrizität hat auch in der Wüste Einzug gehalten.