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  Entstehung der Tierwelt

Eine Systematik für Tiere
Bei der Untersuchung der Entwicklungsgeschichte der Tiere ist es sinnvoll, von Verwandtschaftsverhältnissen auszugehen. Diese Systematik heißt Phylogenetische Systematik und wurde 1950 von einem Zoologen und Insektenforscher namens Willi Hennig begründet. Die Tiere werden in Gruppen unterteilt, die sich jeweils durch bestimmte Merkmale auszeichnen.
Es werden unterschieden:
· plesiomorphe Merkmale: können mehreren Gruppen gemeinsam sein
· apomorphe Merkmale: eine Gruppe unterscheidet sich eindeutig durch gemeinsame Merkmale von anderen Gruppen.
„Fische“ sind nach dieser Systematik keine natürliche Einheit. Je nach Merkmal gehören sie in verschiedene Verwandtschaftsgruppen. Neunaugen gehören z.B. zu den Rundmäulern, Haie zur Gruppe der Chondrichthyes.
„Reptilien“ ist ebenfalls ein ungenauer Begriff. Die meisten verstehen darunter so ziemlich alles, was so rumkreucht, Schuppen hat und tendenziell eher widerwärtig ist, also Krokodile, Schlangen, Schildkröten, Eidechsen. Das ist zwar schon richtig, aber zur gleichen Gruppe gehören auch die Vögel.
Deshalb ist es stammesgeschichtliche einwandfreier zu sagen:
„Sauropsida“, oder „Reptilien, inklusive Vögel“.
Eine natürliche Verwandtschaft bezeichnet man als monophyletische Gruppe. Die Tiere sind:
· alle miteinander verwandt
· haben gemeinsame Vorfahren, die nur dieser Gruppe gemeinsam sind
Alle nicht monophyletischen Gruppen, die man dann allerdings auch nicht als Gruppe bezeichnen darf, heißen paraphyletisch.

Entstehung und Großgliederung der Wirbeltiere
(siehe Schaubild)

Vorteile der einzelnen Merkmale
Wozu sind Knorpel und Knochen gut?
- Stütze des Körpers, Stützskelett ist notwendige Bedingung zur Eroberung des Festlands
- Schutz für innere Organe
- Bewegungsfähigkeit: Skelett dient als Ansatzpunkt für die Muskulatur
- Nährstoffspeicher

Wozu sind Schuppen gut?
- Schutz vor Feinden
- verhindern Verdunstung

Federn und Schuppen sind Derivate der Haut, sie bestehen nicht aus lebenden Zellen
Wo ist die Corda geblieben?

Die Chorda wurde beim Übergang zu den Wirbeltieren zwar zurückgebildet, entfiel aber nicht. Sie wurde vom Wirbel ummantelt und ein Rest davon sind heute noch die Bandscheiben.

Vom Dottersack zur Plazenta
Bis zu Entstehung der Amniota hatten alle Embryos einen Dottersack zur Ernährung. Mit der Eroberung des Festlands musste ein spezieller Schutz für den Nachwuchs her, wenn man als Viech nicht ans Wasser gebunden bleiben wollte.

Die Amniota haben deshalb
- eine Eierschale zum Schutz des Embryos
- eine Eihülle (Chorion), ebenfalls zum Schutz des Embryos
- die Allantois, eine embryonale Harnblase für die Entsorgung von Stoffwechselprodukten
- einen Dottersack zur Ernährung des Embyos
- eine Blase mit Amnion-Flüssigkeit, die den Embryo umgibt und ihn mit Flüssigkeit versorgt, was ihn vom Wasser unabhängig macht

Die Mammalia entwickelten spezialisierte Drüsen, mit denen sie ihre Jungen mit Milch versorgen konnten, die Milchdrüsen oder Zitzen, die die sogenannte Laktation ermöglichen. Auch die eierlegenden Säugetiere (z.B. Schnabeltier) säugen ihre Jungen, obwohl sie nicht vivipar, d.h. lebendgebärend, sind.
Die Theria (Lebendgebärende Säugetiere) bringen ihre Jungen lebend zur Welt, d.h. ein Großteil der Entwicklung findet direkt im Mutterleib statt.

Bei den Marsupalia (Beuteltieren) ist das Junge noch sehr unfertig. Bei den Kängurus krabbelt es nach der Geburt in den Beutel der Mutter, wo es mit der Milchdrüse verwächst, bei den Beutelratten tut es im Prinzip dasselbe, nur das hier kein Beutel vorhanden ist, und es am Bauch der Mutter mitgetragen wird.
Bei den Plazentatieren findet das wichtigste Stadium der Entwicklung im Mutterleib statt. Der Embryo wird über eine Plazenta (Mutterkuchen) vom mütterlichen Organismus ernährt. Das Chorion ist mit der Gebärmutterschleimhaut verbunden, so dass zwischen mütterlichem und kindlichem Blut ein Stoffaustausch stattfinden kann. Das Blut der Mutter transportiert Nährstoffe, Sauerstoff, Vitamine und Immunstoffe zum Embryo, gibt diese in der Plazenta an das Blut des Embryos weiter und nimmt dort vom Embryo Kohlendioxid und Stoffwechselschlacken auf. Mütterliches und kindliches Blut bleiben aber durch Membrane streng voneinander getrennt.

Von der Chorda zum verknöchernden Knorpel
Chordata (Chordatiere) (500-550 Mio/a
- Chorda doralis: Rückensaite oder Achsstab, entlang des Rückens
- dorsales Neuralrohr (Nervenrohr)
- Kiemendarm
Acrania (Schädellose)
- Kiemendarm
- segmentierte Muskulatur z.B. Lanzettfischchen
Vertebrata (Wirbeltiere)
- Kopf mit Gehirn und Sinnesorganen
- Stützskelett mit Knorpel und/oder Knochen. Die Chorda bleibt, wird ummantelt und Wirbel werden gebildet
Cyclostomata (Rundmäuler)
- nur Knorpel
- runde Mundöffnung ohne Kiefer z.B. Neunaugen, Schleimfische
Gnathostomata (ca. 400 Mio/a)
- Ober- und Unterkiefer
Chondrichthyes
- nur Knorpel (Haie und Rochen)
Osteognathostomata
- Knorpel kann sich zu Knochen umbilden (enchondrale Verknöcherung)

Vom verknöchernden Knorpel zur wasserunabhängigen Reproduktion
Osteognathostomata
- Knorpel kann sich zu
Knochen umbilden
(enchondrale Verknöcherung)
Actinopterygii
(Knochenfische, Hartflosser)
- paarige Flossen, darin Strahlen
Sarcopterygii (Fleischflosser)
- fleischige Flossen
Lungenfische Latimeria
(Quastenflosser)
Tetrapoda (Landwirbeltiere) (ca. 300 Mio/a)
- 5-strahlige Extremitäten
Amphibien
- Reproduktion noch an
Wasser gebunden
· Frösche, Kröten
· Salamander
· Blindwühlen
Amniota (ca. 300 Mio/a)
- Eischale
- Zusätzlich zum Dottersack 3
Embryonalhüllen: Amnion, embryonale
Harnblase (Allantois), Chorion
- Keine freie Larve
ð Reproduktion unabhängig vom Wasser

Von der wasserunabhängigen Reproduktion zur Viviparie
Amniota (ca. 300 Mio/a)
- Eischale
- Zusätzlich zum Dottersack 3 Embryonalhüllen: Amnion, embryonale Harnblase (Allantois), Chorion
- Keine freie Larve
- Reproduktion unabhängig vom Wasser
Mammalia (Säugetiere) (ca. 180 Mio/a)
- sekundäres Kiefergelenk
- 3 Gehörknöchelchen
- Haare und Hautdrüsen
- Laktation (spezialisierte Milchdrüsen zum Säugen der Jungen)
- Milch- und Dauerzähne
Sauropsida
- Haut mit Schuppen (Schildkröten,· Schlangen und Eidechsen
· Archosauria
o Krokodile
o Dinosauria
o Vögel
180-200 Mio/a: Knochenfunde, die auf Säugetiere hindeuten
Monotremata (Eierlegende Säugetiere)
· Schnabeltier
· Schnabeligel
Theria (Lebendgebärende Säugetiere) (ca. 150 Mio/a)
- freies Schulterblatt
- Viviparie (der Übergang von Mammalia zu Theria ist noch unklar). Waren wohl nachtaktiv und Insektenfresser
Marsupialia (Beuteltiere)
- Junge werden lebend geboren und wandern dann an die Zitze, wo sie erneut mit der Mutter verwachsen
· Beutelratten
· Kängurus
Plazentalia (Plazentatiere)
- Allantoisplazenta
- Trophoblast (2-teiliger Keim
- Z.T. zersetzte
Plazenta (Blut der Mutter fließt in der Plazenta

Der Mensch stammt vom Affen ab?
Stammbaum des Menschen:
Plazentalia
Primaten
Menschenaffen
- aufrechte Haltung möglich
Gibbon
Spezialisiert auf hangeln
Orang-Utan
Hangeln und klettern
Gorilla
Hangeln und klettern
Schimpanse Mensch