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Entstehung des Lebens
Gewaltige Mengen von Molekühlen sind in Uratmosphäre und Molekülen
vorhanden (Kohlenstoffe, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff). Ausserdem
haben sich Aminosäuren, Eiweisszucker, Fettsäuren, Nukleinsäuren
u.a. unter der Einwirkung von Sonnenstrahlung, kosmischer Strahlung und
den elektrischen Entladungen der Uratmosphäre entwickelt. Über
lange Zeiträume dauert diese chemische Evolution, bis die Voraussetzungen
zur Entstehung lebendiger Strukturen vorliegen. Die ältesten Fossilien
sind fädige zelluläre Gebilde, die in Gesteinen der auf 3,5
Mrd. Jahre geschätzten Onverwacht-Serie Südafrikas entdeckt
wurden. Sonstige Lebensspuren sind im Archaikum spärlich, mit Ausnahme
von Graphit, Bakterien und pflanzlichen Sporen.
Hauptmerkmal der Entwicklung der Organismen sind Entwicklungssprünge,
die von biotischen, teilweise geologischen Faktoren, wie Katastrophen,
Klima und Strahlung gesteuert werden. Als Beispiel dienen die Amoniten,
deren Typen sich aus einem Ausgangstyp explosionsartig vermehrt haben
und höher organisierte Formen bildeten.
Bei den Wirbeltieren ist die Spontanität des Erscheinens neuer Formen
noch deutlicher. Von bestimmten Dinosauriern sind weder Vor- noch Nachfahren,
noch kleine Vorläufer bekannt. Eine Deutung der Ursachen und des
Zeitpunktes des Aussterbens ist nicht möglich. Aus den Amphibien
entwickeln sich in mindestens 5 Reihen Reptilien. Säugetiere entwickeln
sich ebenfalls in mindestens 5 Reihen aus den therabsiden (landverbundene)
Reptilien. Eine Klasse entspricht einer Entwicklungsstufe. Die Evolutionsgeschwindigkeiten
sind sehr verschieden. Eine Brachiopodengattung (Lingula) existiert mit
unveränderten Schalen seit 450 Mio. Jahren, der Süßwasserkrebs
seit 190 Mio. Jahren. Pferde und Raubtiergattungen erreichen 5 - 9 Mio.
Jahre. Das bisher kurzlebigste Fossil ist der Neandertaler (Homo sapiens
neandertalensis) mit 140 Tsd. Jahren.
Exkurs: Paläobotanik
Exkurs: Entstehung der Tierwelt
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