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Kompositionskriterien Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund Hintergründe, soweit sie nicht bildwichtig sind, sollten ruhig gehalten sein. Oft sind dunkle Hintergründe dem Bild zuträglicher als helle. Das Motiv löst sich auf jeden Fall vor einem kontrastierenden Hintergrund gut ab. Das Abheben des Hauptmotivs vom Hintergrund enscheidet über die “Lesbarkeit” des Motivs. Hauptmotiv Auch wenn ein Hauptmotiv klein ist, sollte man
es nicht mit der Lupe suchen müssen. Der Blick muss durch alle Linien
und Flächen, vor allem aber durch das Motiv selbst dort hingelenkt werden. Kontraste Generell gilt: Entfernung schafft Kontraste,
Nähe mildert Kontraste. Denken Sie daran, wenn sie der Meinung sind der
Film könne den Kontrastumfang nicht bewältigen. Eine besondere Bedeutung hat der Mengenkontrast. Will man Wucht oder Winzigkeit zeigen, braucht man dafür Masstäbe, Menschen eignen sich meistens dafür. Der kleine Kletterer am grossen Fels ist ein Beispiel dafür, sofern die Farben von Kletterer und Fels nicht verschmelzen und er sich deutlich abhebt. Fotografieren sie eine Biene auf einer Blüte , brauchen sie den Blütendurchmesser nicht erläutern. Ebenso bedeutsam ist der Helligkeitskontrast. Es ist kaum
glaublich wie sehr sich ein Gegenstand durch den gewählten hellen oder
dunklen Hintergrund verändert. Ein bisschen zur Seite treten, einen anderen
Hintergrund haben kann aus einem "kleinen" Motiv ein "grosses"
machen und natürlich umgekehrt. Vermutlich aus diesem Grunde gibt es bei
guten Fotografen kaum ein schlechtes Fotolicht und schon gar kein schlechtes
Fotomotiv.
Können wir dies alles möglichst unterbewusst checken und beherrschen die Kameratechnik ebenso selbstverständlich, sind wir in der Lage eines Autofahrers, der die Bremsen oder das Gas automatisch findet -er denkt garnicht mehr dran wie er sie finden wird- wenn es nötig wird. Der Tausendfüssler der gefragt wurde wie er es mache seinen vielen Beine beim Laufen nicht zu verwechseln überlegte, blieb stehen und konnte sich nicht mehr rühren. Vieles läuft bei uns Menschen ganz ähnlich ab. Dies lässt uns die Wichtigkeit des fotografischen Übens erkennen. Zwar tritt auch ein blindes Huhn mal in den Mist, aber besser ist es zu sehen wie man diesen Tritt vermeidet.
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