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 Fotokurs
 

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 Fotokurs Licht
 

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Richtung
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Besonderheiten

 

Richtung

Gute Fotografen sind perfekt im Umgang mit hartem, gerichteten und weichem, diffusem Licht.

Gerichtetes Licht
Die Sonne ist ein Punktstrahler. An klaren Sonnentagen ist deutlich eine Lichtrichtung und der daraus resultierende Schatten wahrzunehmen. . Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!

Diffuses Licht
Bei Auftreten von Wolken, Dunst oder Nebel wird der Punktstrahler Sonne ganz oder teilweise zu einer Flächenleuchte. Wolken verändern ganz entscheidend die Richtung des Lichts. Das Licht bricht sich in vielen Wassertröpfchen und wird gestreut (z.B. Schönwetterwolken). Dadurch wird der Anteil von diffusem Licht am Gesamtlicht höher. Leichte Höhenbewölkung läßt die Schattenbildung noch weicher werden. Das Licht ist wesentlich stärker gestreut. Es ist das ideale Licht für Motive, die Helligkeit benötigen und gleichwohl von Schattenbildung leben. So viele Arten von Wolken es gibt, so viele Formen der Mischung von hartem, gerichteten und weichem, diffusem Licht gibt es


Gegenlicht
Wie der Name sagt, fotografiert man gegen die Lichtquelle. Diese Fotos hinterlassen wegen des hohen Kontrastumfanges, den das Filmmaterial nicht meistern kann, häufig sehr stimmungsvolle, grafische Strukturen (Silhouttenfotografie, Scherenschnitt).

 Eine klassische Gegenlichtsituation sind Sonnenuntergänge. Der Kontrast kann mit Graufilter - grauer Verlaufsfilter - gemildert werden, um dem Film eine etwas ausgewogenere Darstellung von Licht und Schatten zu ermöglichen. Wenn die Sonne direkt hinter dem Motiv verschwindet, besteht das Bild nur noch aus dunklem Vordergrund und angestrahltem Hintergrund.

Gegenlichtaufnahmen verlieren stark an Wirkung, wenn zuviel seitliches Streulicht auf das Objekt kommt. Eine Gegenlichtblende empfiehlt sich.

Sofern Sie mehr als eine grafische Wirkung erzielen wollen (Zeichnung in den sonst schwarzen Motivteilen) sollten Sie unbedingt mit verschiedenen Blenden experimentieren (Blendenreihe von + 2 bis - 2 Blenden)


Frontallicht
Hierbei hat der Fotograf die Sonne im Rücken. Das Motiv ist frontal und ohne Schattenbildung ausgeleuchtet. Da räumliches Erkennen von Motiven jedoch Schatten braucht, wirkt das Bild flacher (zweidimensionaler). Frontallicht ist für Informationsaufnahmen mit grellen, plakativen Farben mehr geeignet als für Stimmungsaufnahmen. Daher stammt die Regel der Fotografen, Stimmungsbilder im Sommer nicht mehr nach 9.00 Uhr morgens und vor 18.00 Uhr abends zu machen.

Achten Sie beim fotografiern auf Ihren eigenen Körperschatten. Frontallicht gewinnt stark an Tiefe, wenn die Kamera ein kleines Stück zur Seite bewegt wird, heraus aus der direkten Liniezwischen Sonne und Motiv. Das erzeugt dichte schwarze Schatten, wie sie in der Architekturfotografie häufig erwünscht sind.



Gleiches Motiv in
Frontal- und Seitenlicht.

Auflicht
Bei hohem Sonnenstand kommt das Licht nahezu senkrecht von oben. Die Schatten sind kurz, das Licht ist gleichmäßig und damit ideal für großflächige Motive mit klaren Kanten und kräftigen Farben (Architekturfotografie).

In einem Fenster an der Schattengrenze spiegelt sich noch der Sonnenstern. Ohne den blauen Himmel gäbe das Bild übrigens nichts her. Deshalb wurde nicht bei Gegenlicht fotografiert.


Seitenlicht
Wenn Formen herausgearbeitet werden sollen, modelliert Seitenlicht die Motive effektvoll. Dies gilt besonders, wenn der Hintergrund in Helligkeit oder Farbe vergleichsweise stark kontrastiert. Je flacher der Winkel des auf das Motiv auftreffenden Lichts, desto eher werfen auch kleine Erhebungen deutliche Schatten.
Die korrekte Belichtung hängt stark von der Form des Motivs und der gewünschten Dichte der Schatten ab. Ist der bildwichtige Teil der Sonne zugekehrt, muß er angemessen werden, sonst fressen die Lichter gnadenlos aus.

Streifendes Licht
Streifendes Licht ist ein Spezialfall des Gegenlichts. Der Begriff wird benutzt, wenn der Hintergrund dunkel genug ist und der angestrahlte Rand des Objekts sich deutlich abhebt wie im Beispielbild das Schaf. Streifendes Licht wird häufig durch eine Veränderung des Kamerastandpunktes erzielt. Ein bißchen mehr nach rechts oder links gibt dem Bild eine große Tiefe.

Experimentieren Sie zu Hause mit einem Punktstrahler und studieren Sie hierbei Schattenwurf und Schattenwirkung.