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 Fotokurs
 

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 Fotokurs Licht
 

Intensität
Dauer
Richtung
Farbe
Besonderheiten

 

Farbe

Die Farbe des Lichts wird in Kelvin gemessen. Aus der nachstehenden Tabelle sehen Sie durchschnittliche Farbwerte verschiedener Lichtarten.

Lichtart

Kelvin

Farbe

 

Hochgebirge, Sonne

        15.000

Helles blau

 

Blauer Himmel

          9.000

Dunkles blau

 

Tageslicht, diffus

..        5.500

weiß

 

Studioblitz

..        5.000

weiß

 

Hallogenlampe

..        3.200

Gelblich-weiß

 

Abendrot

    2.000 - 3.000

rötlich

 

Glühlampe

..        3.000

Rötlich-gelb

 

Kerze

..        2.000

Rot-gelb

 

Neonlicht

    Um 4.000

grün

 

Mondlicht

    Um 4.000

bläulich

 


Alle genannten Werte werden natürlich gedämpft, wenn Rauch, Dunst oder Wasserdampf zur Diffusion durch Streuung des vorhandenen Lichts führen. Deshalb haben Maler und Fotografen schon früh das Licht am Mittelmeer (weiches Licht wegen des hohen Wasserdampfgehalts der Luft) schätzen gelernt. Aus den gleichen Gründen entstehen am Pazifik wunderschöne Aufnahmen von Sonnenuntergängen. In Kanade habe ich infolge einer warmen, von Japan kommenden Meeresströmung, Himmelsstimmungen erlebt, die an der Nordsee nicht zu sehen sind. Auch hierfür war ein besonderer Wassergehalt der Luft ausschlaggebend.

Sonnenuntergang Pazifik

   
Das grün- und rotwellige Sonnenlicht kommt bis zur Erde durch. Beide zusammen ergeben den gelben Farbton der Sonne. Das Himmelsblau kommt durch kurzwelliges energiereiches, blaues Licht zustande und bestimmt die blaue Farbe des Himmels.  Die gelbe Farbe des Sonnenlichts verändert sich gegen Abend, weil seine Strahlung durch den Wasserdampf der Atmosphäre zum langwelligen Bereich hin verändert wird (Rotverschiebung).
Denselben Effekt kann man am Morgen beobachten (Bilder rechts). Kurz nach Sonnenaufgang hatte das Licht einen hohen Rotanteil, der sich schon nach ca. 1 Stunde völlig verloren hat.



Tempel von Abu Simbel
Aufnahmeabstand ca. 45 min.
Es ist lohnend, hierzu eine Belichtungsreihe zu machen. Dabei wird ein geeignetes Motiv ausgewählt und eine Aufnahmeposition markiert. Ein erstes Foto sollte vor Sonnenaufgang gemacht werden, dann alle halbe Stunde eine erneute Aufnahme und ab 9.00 Uhr den Intervall auf 2 Stunden auszudehnen. Am Abend wird der Intervall wieder auf eine halbe Stunde verkürzt, bis es stockdunkel ist. Deutlich wird die Verfärbung der Atmosphäre und der darin befindlichen Objekte sichtbar
Befindet sich ein Motiv im Schatten von Häusern oder Bäumen an einem klaren Tag so wird die Beleuchtung hauptsächlich vom Blau des Himmels bestimmt. Bei Hauttönen macht dies aus einem braungebrannten Adonis eine unangenehme grau-rosa Gestalt (sogen. Leberwurst-grau).
Wie der Schwan im Abendlicht zeigt, beeinflussen die Farben des Lichts  natürlich die Farben Ihres Motivs (auch des Wassers) und des Bildes. Diese Farbänderung registrieren Sie häufig nicht, weil das Gehirn gewohnt ist, eine Anpassung vorzunehmen, die uns alle Gegenstände in weitgehend neutralem, weissen Licht erscheinen läßt. Der Schwan bleibt für uns weiss, was schon einige Philosophen zum Nachdenken angeregt hat.
Wie aus der Tabelle oben zu ersehen ist, hat Kerzenlicht den höchsten Rotanteil und wirkt daher sehr warm.